Lesestatistik Oktober

Lesestatistik

Schon ist er rum mein erster Lesemonat als Blogger. Viel geschafft habe ich diesen Monat, für meine Verhältnisse, allerdings nicht. Anfang Oktober hatte mich die typische Herbsterkältung voll im Griff, sodass ich einfach nicht in der Lage war zu lesen. Aber dafür habe ich zumindest meinen SuB an Hörbüchern etwas dezimieren können. Tja, und seit Mitte des Monats hänge ich irgendwie an einem Buch fest. Zwar ist „Kushiel: Das Zeichen“ mit seinen 950 Seiten ein echter Schmöker. Ich hätte mir trotzdem gewünscht das Buch noch im Oktober beenden zu können. Hoffentlich schaffe ich es im November wieder mehr zu lesen, damit ich meine (sehr hoch gesteckten) 125 Bücher in diesem Jahr doch noch voll kriege.

 

Gelesen:

bücher

„Ich brenne für dich“ von Tahereh Mafi –> Rezension
„Im freien Fall oder Wie ich mich in eine Pappfigur verliebte“ von Jessica Parker –> Rezension
„Das mechanische Mädchen“ von Marissa Meyer
„Celeanas Geschichte 1“ von Sarah J. Maas

Gehört:

hörbücher

„Klonk“ von Terry Pratchett
„Die Nachtwächter“ von Terry Pratchett
„Finnen von Sinnen“ von Wolfgang Eilenberger
„Schöne Scheine“ von Terry Pratchett
„Ab die Post“ von Terry Pratchett –> Rezension

Angefangen:

angefangen

„Chroniken der Weltensucher: Die Stadt der Regenfresser“ von Thomas Thiemeyer
„Rumo oder Die Wunder im Dunkeln“ von Walter Moers
„Kushiel: Das Zeichen“ von Jaqueline Carey

 

Highlight:

ich brenne für dich

Rezension

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

XOXO Puppette

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Hörbuch-Rezension: „Ab die Post“ von Terry Pratchett

Ab die PostTitel: Ab die Post #33

Autor: Terry Pratchett

Sprecher: Peer Augustinski

Verlag: Random House Audio

Genre: Fantasy

Minuten: 279 Minuten (Gekürzte Version)

Preis: 13, 95 €

Klappentext:

Der Gauner Feucht von Lipwig wird dazu verdonnert, die heruntergekommene Post der Scheibenwelt wieder auf Vordermann zu bringen, denn im alten Postamt von Ankh-Morpork ruht die Arbeit seit vielen Jahren. Feucht ist dabei so erfolgreich, dass er sich den Zorn der Konkurrenz vom Großen Strang der Klacker zuzieht. Ein öffentlicher Wettstreit soll die Entscheidung bringen: „Postkutsche gegen Klacker“ – wer kann eine Nachricht schneller in das zweitausend Meilen entfernte Gennua bringen?

 

Rezension:

Ich höre abends vor dem Einschlafen momentan am liebsten Hörbücher über die Scheibenwelt. Dabei gehe ich nicht unbedingt in Reihenfolge vor, denn ich habe die Erfahrung gemacht, dass man die Bücher auch gut ohne einen Verständnisverlust durcheinander hören/lesen kann.

„Ab die Post“ handelt von Feucht von Lipwig einem ehemaligen Trickbetrüger, welcher von dem Patrizier Vetinari vor die Wahl gestellt wird: Stirb oder werde der neue Postminister von Ankh-Morpork! Und so kommt es, dass Herr von Lipwig Postminister wird, ohne auch nur die geringste Ahnung von dem Metier des Postaustragens zu haben. Ihm zur Seite bzw. zur Beaufsichtigung steht sein neuer Bewährungshelfer Pumpe 19. Dieser ist ein Golem und schläft nie. Fazit: An Flucht ist nicht zu denken und Feucht ergibt sich seinem neuen Schicksal. Mit viel Wortgewandtheit und „um-die-Ecke“-denken gelingt es ihm sogar den bisher unangefochtenen Vorreitern der Nachrichtenübertragung, den Klackertürmen, starke Konkurrenz zu machen.

Ich muss sagen, dass „Ab die Post“ neben den „Tiffany Weh-Geschichten“ mein neues Lieblingsbuch von Terry Pratchett ist. Von Anfang an fand ich das Setting und die Charaktere in ihrem Zusammenspiel einfach genial. Feucht von Lipwig hat eine sehr originelle Denkweise und ein Talent dafür Leute von sich zu begeistern. Dabei greift er natürlich letztlich auf bekannte Werbemittel zurück, aber diese mögen uns vielleicht gängig sein, für die Bewohner von Ankh-Morpork sind sie jedoch totales Neuland. Da mag selbst so eine simple Idee, wie das Einführen von Briefmarken schon als Geniestreich daherkommen. Gerade die Entdeckung und Entwicklung von uns so bekannt und simple erscheinenden Systemen macht einen unglaublichen Charme des Buches aus.

Natürlich sind die Charaktere auch wieder auf Terry Pratchett’s typische Art skurril und originell. Feucht von Lipwig ist ein Mann voller Ideen zum Betrügen. Diese Gabe kann er aber auch sehr gut zum Guten nutzen. Daraus ergibt sich eine spannende Kombination aus betrügerischen Gedanken, denen stets gute Taten folgen. Etwas was nur bei Terry Pretchett kein Widerspruch in sich sein kann. Auch die anderen Akteure, dieses Possenspiels sind hochinteressant gestaltet. Adora Belle Liebherz ist die Vorsitzende der Golemstiftung und ihr Name ist wohl das einzig liebliche an ihr. Sie ist eine absolute Kettenraucherin und hat stets eine flotten Spruch auf den Lippen. Pumpe 19 ist, ganz seinem Wesen als Golem entsprechenden, ein stoischer Befolger von Befehlen. Doch durch sein gradliniges Handeln bringt er ein ganze neue Art von Humor in die Geschichte und ich habe ihr sehr schnell ins Herz schließen können.

Dank des herrvoragenden Erzähltalents von Peer Augustinski wird das Buch zu einem tollen Hörgenuss. Mit einer vielseitigen Stimmmodulation haucht er jedem einzelnen Charaktere Leben ein.

 

Fazit:

Wer auf Gaunergeschichten mit einer gehörigen Portion Humor steht, ist mit diesem Hörbuch gut beraten. Aber auch jedem anderen, der sich für Geschichten abseits des Normalen begeistern kann, wird an diesem Hörbuch seinen Spaß haben.

4 von 5

 

 

XOXO Puppette