Jahresrückblick 2014 – Dein Buchjahr in 30 Fragen

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Eine Aktion von http://martinabookaholic.wordpress.com und http://buchundfoto.wordpress.com

Zunächsten mal wünsche ich Euch allen nachträglich fröhliche Weihnachten. Ich hoffe ihr seit alle reich beschenkt wurden und konntet an den Feiertagen etwas ausspannen. Bei mir war es, wie jedes Jahr, alles ein bisschen stressig, da jeder Verwandet nach Anwesenheit verlangte. Aber jetzt ist es ja überstanden und letztlich war es dann doch ganz schön. Ich habe auch tatsächlich mal ein Buch geschenkt bekommen, denn man glaubt es kaum, ich kriege fast nie Bücher geschenkt. Ich vermute mal es könnte mit den 2 Regalen voller ungelesener Bücher zusammenhängen :).

Martina von http://martinabookaholic.wordpress.com und Nadine von http://buchundfoto.wordpress.com haben zusammen die Aktion „Jahresrückblick 2014 – Dein Buchjahr in 30 Fragen“ ins Leben gerufen, bei welcher ich nur allzu gerne mitmachen möchte. Denn so habe zum einen ich die Möglichkeit mein Lesejahr noch einmal Revue passieren zu lassen und zum Anderen bekommt ihr einen schönen Überblick über eben dieses.

Allgemein

1. Buch des Jahres– Welches war für Euch DAS Buch des Jahres? Auch, wenn es schwer fällt, nur eine Nennung ist erlaubt.
Antwort:

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„Die Feuerkrone“ von Rae Carson

Die Protagonistin ist eine ganz besondere Frau, welche authentisch und unperfekt ist.

2. Flop des Jahres – Welches Buch war für Euch der Flop des Jahres?
Antwort:

violett

„Violett ist erst der Anfang“ von Judith Hüller

Der Schreibstil war einfach so gar nicht meins und auch die Handlung nahm sehr komische Anwandlungen an.

3. Größte positive Überraschung – An welches Buch hattet Ihr eher geringe bis durchschnittliche Erwartungen und dann hat es Euch richtig umgehauen (im positiven Sinne)?
Antwort:

fürchte nicht

„Fürchte nicht das tiefe blaue Meer“ von April Genevieve Tucholke

Es gab so viele schlechte Rezensionen zu diesem Buch, dass ich lange gebraucht habe bis ich mich letztlich doch ans lesen gewagt habe. Und was soll ich sagen, ich war total begeistert.

4. Größte Enttäuschung – An welches Buch hattet Ihr große Hoffnungen geknüpft und dann hat es Euch richtig enttäuscht?
Antwort:bastard

„Beautiful Bastard“ von Christina Lauren

Ich habe mich so sehr auf dieses Buch gefreut und dementsprechend auch viel erwartet. Doch diesen hohen Erwartungen konnte das Buch einfach nicht gerecht werden.

5. Bester Pageturner – Welches Buch konntet Ihr gar nicht mehr aus der Hand legen?
Antwort:

VA

Die komplette Vampire Academy-Reihe habe ich regelrecht verschlungen

6. Liebste Reihe/ Trilogie – Welches war in 2014 Eure liebste Reihe? (Es muss mindestens ein Band in diesem Jahr gelesen worden sein.) Und auf welche Fortsetzung in 2014 freut Ihr Euch am meisten?
Antwort:

mafi

Das war definitive die Shatter Me-Trilogie von Tahereh Mafi. Der schönste Schreibstil seit langem und toll ausgearbeitete Charaktere.

7. „Dickster Schmöker“ – Welches war Euer Buch mit den meisten Seiten? Sind die Seiten nur so „dahin geflogen“ oder musstet Ihr kämpfen?
Antwort:

 kushiel

„Kushiel: Das Zeichen“ von Jaqueline Carey

 Mit 981 Seiten das dickste Buch diesen Jahres. Eine High-Fanatasy Geschichte der besonderen Art, welche mich noch Wochen lang beschäftigte. Auch hat sich das Buch trotz der hohen Seitenanzahl sehr schnell weg gelesen. –> Rezension

8. Die meisten Fehler – Ist Euch ein Buch ganz besonders negativ durch viele logische und/ oder orthografische Fehler aufgefallen?
Antwort:

flammenmädchen

„Flammenmädchen“ von Samantha Young

Das ist jetzt zwar etwas gemogelt, da ich das Buch erst im Dezember gelesen habe und es ja hieß nur Bücher bis 31.11.2014. Aber es ist das einzige Buch, bei welchem mich Fehler in der Logik vehement gestört haben. –> Rezension

9. Interessantestes Sachbuch – Auch „non-fiction“ kann fesseln, welches Sachbuch hat Euch in diesem Jahr am meisten beeindruckt?
Antwort:

Ich „lese“ Sachbücher eher selten, im Sinne von der ersten bis zu letzen Seite. Vielmehr plättere ich da ein bisschen drin rum und lese die Kapitel, welche mich wirklich interessieren. Mir ist jetzt auch kein Buch im Gedächtnis, welches ich als besonderes interessant erachten würde. Aber ich habe dieses Jahr viele Bücher über stricken gelesen, da ich auf diesem Gebiet mein nicht vorhandenes Talent verbessern wollte.

Story

10. Schlimmster Buchmoment – Welches war für Euch der schlimmste Moment in einem Buch? Entdeckung eines Betrugs? Tod eines Lieblings? Eine herzergreifende Trennung?
Antwort:

Achtung Spoiler!!!

Der schlimmste Moment war definitiv die Stelle aus „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ von John Green als Hazel Grace ihre vorgezogene Grabrede Gus vorträgt. Da habe ich Rotz und Wasser geheult.

11. Enttäuschendstes Ende – Das Buch war toll aber das Ende einfach Mist? Welches Ende hat Euch am meisten enttäuscht?
Antwort:

Da ich grundsätzlich keine traurigen Buchenden mag, probiere ich Bücher zu vermeiden (Ausnahmen bestätigen die Regel), welche solche aufweisen, somit kann ich von einem Buchenden nicht so schnell enttäuscht werden und habe dieses Jahr auch kein solches gelesen.

Charaktere

12. Liebster Held – Welches war Euer liebster Held?
Antwort:

rosie

Don Tillman aus dem Buch „Das Rosie-Projekt“ hat es mir ziemlich an gekannt. Er ist einfach so verquer in seiner Denkweise, dass man ihn lieben muss.

 

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Dicht gefolgt von Adrian Ivashkov aus den Vampire Academy bzw. Bloodlines – Universum. Ein charmanter Bad Guy mit einer gewissen Tiefe hat bei mir immer ein Stein im Brett.

Wer mag und kann, darf gerne auch noch angeben, welcher Held Euch
– nur vom Charakter
Antwort:
– nur vom Äußeren
Antwort:
so richtig angesprochen hat.

13. Liebste Heldin – Welche Heldin hat Euch am besten gefallen?
Antwort:

feuerstein

Da der zweite Band nicht ohne Grund mein Jahreshighlight geworden ist, ist meine liebste Heldin natürlich Elisa aus der Feuerstein-Trilogie von Rae Carson. Ist eben nicht das wunderschöne Püppchen, welches an unrealistischen Selbstzweifeln leidet. Sondern sie kennt ihre Schwächen und auch ihre Stärken und weiß diese gut ein zu setzen.

(Da auch Männer antworten können 😉 ): – Wer mag und kann, darf gerne auch noch angeben, welche Heldin Euch
– nur vom Charakter
Antwort:
– nur vom Äußeren
Antwort:
so richtig angesprochen hat.

14. Liebstes Paar – Manchmal stimmt die Chemie einfach, welches Paar hat Euch am besten gefallen? Hier zählt das Paar als Ganzes, ein noch so anbetungswürdiger Held kann seine unwürdige Partnerin nicht raus reißen!
Antwort:

Genau wie letztes Jahr bin und bleibe ich ein riesiger Fan von Elias und Emely aus der Kirschroter Sommer- Dilogie von Carina Bartsch. Die Dialoge zwischen den Beiden sind einfach unschlagbar.

Neu dazu gekommen sind dieses Jahr noch Adrian und Sydney aus der Bloodlines-Reihe von Richelle Mead. Auch hier sind es die kleineren und größeren Neckereien der Beiden, welche mich begeisterten.

 

15. Nervigster Held/ Nervigste Heldin: – Welcher Protagonist hat Euch am meisten genervt? Bei wem konntet Ihr nur noch mit den Augen rollen? Gab es vielleicht einen besonders schlimmen/ peinlichen Moment?
Antwort:

Gin Blanco aus der Spinnenkuss-Reihe von Jennifer Estep ging mir teilweise schon ganz schön auf die Nerven. Zum einen kriegt sie immer in den unmöglichsten Situationen ein Knoten im Höschen und zum Anderen hält sie sich selbst für ach so perfekt auf dem Gebiet des Auftragsmordens und macht dann trotzdem ständig die dümmsten Fehler.

16. Fiesester Gegenspieler – Wer hat Euren Buchhelden am schlimmsten zugesetzt?
Antwort:

bone

Die Rephaim aus „The Bone Season – Die Träumerin“ von Samantha Shannon waren schon echt fies, vor allem da sie vollkommen gefühllos waren.

17. Liebster Nebencharakter – Auch Charaktere, die nur am Rande vorkommen, kann man ins Herz schließen. Welcher Nebencharakter ist Euch besonders in Erinnerung geblieben?
Antwort:

 Kenij aus der Shatter Me – Trilogie hat mir sehr gut gefallen. Ich hatte immer das Gefühl, dass er Juliette noch am besten verstehen kann und auch weiß wie er mit ihren Launen umzugehen hat. Seine coolen Sprüchen sind natürlich auch nicht zu verachten.

 

Verschiedenes

18. Bester Kuss – Habt Ihr bei einem Kuss so richtig mitgefiebert, erleichtert aufgeseufzt, richtig Lust aufs Küssen bekommen?
Antwort:

Achtung Spoiler!!!

Der Kuss zwischen Hector und Elisa in „Der Feuerstein“ hat bei mir schon ein bisschen Herzklopfen verursacht und ausserdem habe ich diesem schon seit dem ersten Band entgegen gefiebert.

19. Beste Liebesszene – Wenn es nicht beim Küssen bleibt, welche Liebesszene hat Euch am meisten angesprochen?
Antwort:

Achtung Spoiler!!!

Die Szene zwischen Rose und Dimitri in der Waldhütte (Vampire Academy) war wirklich heiß und auch lange überfällig.

20. „Lachkrampf“– Bei welchem Buch konntet Ihr am herzhaftesten lachen?
Antwort:

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„Die Känguru-Offenbarung“ haben mir, wie auch die vorherigen Bände, Lachtränen in die Augen getrieben. Ich habe es als Hörbuch unterwegs gehört und mit meinem rumgebrülle garantiert den Ein oder Anderen Passanten erschreckt :).

21. „Heulkrampf“ – Bei welchem Buch habt Ihr am meisten geweint bzw. hättet am meisten heulen können?
Antwort:

Wie sollte es anderes sein: „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ von John Green. Da bleibt kein Auge trocken.

22. Bestes/ liebstes Setting – Euer Lieblingsland/ Eure Lieblingsstadt, eine wundervoll gestaltete Fantasywelt – Welches Setting hat Euch besonders beeindruckt?
Antwort:

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„Daughter of Smoke and Bone“ von Laini Taylor hatte mit Abstand das schönste Setting. Auf der einen Seite das wunderschön beschriebene Prag und auf der anderen Seite die Welt der Chimären, welche schön und grausam zugleich war.

23. „The big screen“ – Welches Buch würdet Ihr am liebsten verfilmt sehen?
Antwort:

Die Shatter Me – Trilogie von Tahereh Mafi gäbe sicherlich eine gute Filmreihe her. Ich finde es auch schade das die Vampire Academy – Bücher nicht weiter verfilmt werden. Denn im Gegensatz zur vorherrschenden Meinung hat mir der erste Film sehr gut gefallen.

Autoren

24. Liebster Autor – Welchen Autor/ Welche Autorin habt Ihr in diesem Jahr am liebsten gelesen?
Antwort:

Das waren sowohl Tahereh Mafi, mit ihrem ganz besonderen Stil und Abbi Glines mit ihrer total schnulzigen Erzählweise, die mich irgendwie auch nie los lässt.

25. Autoren-Neuentdeckung 2014 – Habt Ihr einen Autor in diesem Jahr für Euch entdeckt, von dem Ihr nun am liebsten alles verschlingen würdet?
Antwort:

Ich habe dieses Jahr Terry Pratchett für mich entdeckt von dem ich auch momentan alles verschlinge, was ich in die Finger kriege, bzw. auf die Ohren, da ich seine Bücher am liebsten als Hörbuch genieße.

Äußerlichkeiten

26. Bestes Cover– Welches Cover hat Euch im Jahr 2014 am besten gefallen? (Hier müsst Ihr das Buch nicht gelesen haben, jedes Cover, das Euch im Jahr 2014 beeindruckt hat, zählt.)
Antwort:

wie mond

„Wie Mond so silbern“ von Marissa Meyer finde ich wunderschön, genau wie auch die nachfolgenden Bände.

neela

Auch bei „Neela – Ins Jenseits“ von Maria Engels hat mir das Cover wirklich sehr gut gefallen.

27. Schlimmstes Cover – Gibt es ein Cover, dass Euch fast davon abgehalten hätte, das Buch zu lesen? Oder ein Buch, dass Ihr tatsächlich aufgrund des Covers nicht lesen wollt? (Zu hässlich, zu grausam, zu kitschig?) Gab es ein Buch, dessen Cover unpassend zur Geschichte/ Stimmung war oder schon zu viel gespoilert hat?
Antwort:

meine brüder

„Meine Brüder, die Liebe und ich“ von Kirstan Higgins ist ein Beispiel für ein Cover, welches überhaupt nicht zum Inhalt des Buches passt. Das trifft übrigens auf alle Bücher der Autorin zu. Denn diese sind immer sehr gut geschrieben mit viel Spannung und einer gehörigen Portion Humor. Da passen diese 08/15 Chick-Lit Cover nun mal gar nicht und sorgen wahrscheinlich sehr oft dafür, dass diese Bücher in der Buchhandlung einfach untergehen, da sie nicht besonders ansprechend sind.

28. Allgemein schönste Gestaltung – Welches Buch ist Euch wegen der Verarbeitung, Illustrationen, Kapitelunterteilungen etc besonders in Erinnerung geblieben?
Antwort:

die seiten

Ich habe es zwar noch nicht gelesen, aber „Die Seiten der Welt“ von Kai Meyer ist ein Buch, dass wirklich bis ins letzte Detail toll gestaltet wurde.

„Social Reading“

29. Gemeinsam lesen – Gab es eine Leserunde/ einen Buddy Read, die Euch besonders gut gefallen hat? (Muss natürlich nicht unbedingt in unserer Gruppe gewesen sein.)
Antwort:

Der Lovelybooks Lesesommer hatte es mir dieses Jahr ziemlich angetan und sorgte auch dafür, dass ich mich erstens generell sehr für dies Plattform begeistern kann und zudem im Sommer so viele Bücher wie schon lange nicht mehr gelesen habe.

30. Bester Tipp – Gab es eine Leseempfehlung, für die Ihr besonders dankbar seid?
Antwort:

Ich habe dieses Jahr viele neue Buch-Blogs für mich entdecken können und um Zuge dessen auch von vielen neuen bzw. mir bis dato unbekannten Büchern erfahren, welche meine Regal füllen können. Jedoch habe ich jetzt spontan kein explizites Bespiel parat.

 

XOXO Puppette

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Rezension: „Das Blubbern von Glück“ von Barry Jonsberg

BlubbernTitel: Das Blubbern von Glück

Autor: Barry Jonsberg

Verlag: cbt

Genre: Jugendbuch

Seiten: 256 Seiten

Preis: 14,99€ (Hardcover)

 

 

Klappentext:

Ein Buch, dass jeden Leser glücklich macht

Hier kommt Candice Phee! 12 Jahre alt, wunderbar ehrlich und ein bisschen … anders. Und auch wenn viele sie nicht auf Anhieb verstehen – Candice hat ein riesiges Herz. Sie ist entschlossen, die Welt glücklich zu machen. Nur leider ist das gar nicht so einfach …

Denn wohin Candice auch sieht – an jeder Ecke lauert das Unglück. In ihrer Familie, die früher vor Glück geblubbert hat, spinnt sich neuerdings jeder in seinem eigenen Leid ein. Ihr superkluger Freund Douglas Benson versucht seit Langem vergeblich, in eine andere Dimension zu reisen. Und ihr Haustier, Erdferkel Fisch, hat womöglich eine ernsthafte Identitätskrise. Candice macht sich ans Wunderwerk, um jedem Einzelnen von ihnen zu helfen. Und wie sie das schafft und zum Schluss wirklich jeder um sie herum ein dickes Stück glücklicher ist, das ist das Allerwunderbarste an ihrer Geschichte.

 

Rezension:

Ich hatte das große Glück, im Zuge einer Lesechallenge bei lovelybooks, dieses Buch zu gewinnen. Da ich schon seit einer ganzen Weile überlegt habe mir das Buch zu zulegen, war die Freude natürlich riesig. Ich habe bis jetzt nur positive Rezensionen zur der Geschichte gelesen und kann mich diesen auch nur anschließen. „Das Blubbern von Glück“ ist ein ganz besonderes Buch, welches sich durch seine Andersartigkeit stark von den Maßen abzuheben weiß.

Candice Phee ist zwölf Jahre alt und hat das Gefühl alle in ihrer Umgebung seien unglücklich. Da sie kein gewöhnliches Mädchen ist und den Weg durchs Leben auf ihre ganze eigene und besondere Art beschreitet, beschließt sie ihre Mitmenschen wieder glücklich zu machen. Dabei greift sie zu den ungewöhnlichsten Methoden und die Ergebnisse ihrer Taten entsprechen meist nicht ganz dem was sie sich erhoffte. Aber dennoch gelingt es ihr die Leben der Anderen nach und nach zu verändern, sodass das Glück vielleicht nicht mehr lange auf sich warten lässt.

Die Gefühle, welche dieses Buch bei mir auslöste, reichen von riesigen Lachkrämpfen bis zu nicht weniger großen Heulkrämpfen, also wirklich eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Aber fesseln konnte mich die Handlung zu jedem Zeitpunkt und eine Lesepause war undenkbar.

Das Buch ist etwas ungewöhnlich aufgebaut, nämlich als eine Art Erlebnisbericht, welchen Candice ursprünglich als kleine Hausaufgabe aufgetragen bekommen hatte. Da sie die Dinge aber immer sehr genau nimmt, nimmt diese Arbeit bei ihr ein enormen Umfang an. Zudem muss bei Candice immer alles seine Ordnung haben und somit geht sie natürlich alphabetisch vor und erzählt einem ihr Leben von A bis Z.

So erfährt der Leser nach und nach von ihren tragischen Familienverhältnissen und wie diese zustande kamen. Die Folge deren ist nun, dass ihre Mutter auf Grund von Depressionen den ganzen Tag kaum aus dem Bett kommt und ihr Vater sich nur mit dem programmieren von Computern zu beschäftigen scheint.

Es ist wirklich bewundernswert, dass Candice ihre Lebensfreude noch nicht verloren zu haben scheint, wo doch niemand sich mehr um sie zu kümmert. Zudem beschränkt sich ihr Freundeskreis auf einen Fisch mit einer religiösen Krise, einen Jungen, welcher glaubt aus einer anderen Dimension zu kommen und eine Brieffreundin, welche nie zurück schreibt. Aber so sieht Candice einfach nicht die Welt und versucht aufopferungsvoll all ihre Mitmenschen glücklicher zu machen, ohne dabei an ihr eigenes Glück zu denken. Grade diese Einstellung und Tatkraft, welche die Protagonistin an den Tag legt, geht einem sehr zu Herzen und lässt das eigene Leben in einem ganz neuem Licht erscheinen. Fest steht jedenfalls, dass dies kein Buch ist, was man so leicht wieder vergisst.

Durch die aussergewöhnliche Art von Candice, die Menschen zu betrachten und stets das Gute in ihnen zu sehen, erhält auch der Leser eine sehr spezielle Vorstellung von den einzelnen Charakteren in ihrem Leben. Dieser einseitige Blickwinkel ruft aber auch einen gewissen Zwiespalt hervor, da Candice immer nur positive von ihren Mitmenschen zu denken scheint, ich jedoch häufiger die negativen Charakterzügen der einzelnen Personen bemerkte. Grade bei ihrer Mutter finde ich es sehr schwierig mir eine Meinung zu bilden, denn die Rückschläge, welche sie in ihrem bisherigen Leben ertragen musste, rechtfertigen eine tiefe Depression und den vollkommenen Rückzug von der Welt allemal. Aber dennoch ist es schrecklich mit an zusehen, wie sie ihre eigenen Tochter so vernachlässigt und stets ihre eigenen Bedürfnisse über deren stellt.

Es gibt aber auch Momente bei denen Candice Art die Charaktereigenschaften ihrer Mitmenschen immer zum Guten zu interpretieren dafür gesorgt hat, dass man feststellen musste, wie dies auch die Menschen eben zu diesem positiven Bild ihrer selbst hin verändern kann.

Der Erzählstil unterstützt diese neue Art die Dinge zu betrachten ungemein. Denn da die Geschichte durchgängig mit Candice als Ich-Erzähler geschrieben ist, hat der Leser die Möglichkeit sich intensivst mit den Gedankenwegen des jungen Mädchen auseinander zu setzen. Auch kann man schnell eine Bindung zu der Protagonistin aufbauen, da diese sich auch öfters direkt an den Leser wendet. Unterbrochen werden die einzelnen Textpassagen durch eingefügte Briefe, welche Candice an ihre Brieffreundin aus New York schreibt. Dadurch wird die Handlung  nochmals um einen Perspektive erweitert und macht das Buch vielseitiger.

Fazit:

„Das Blubbern von Glück“ ist ein wahre Kostbarkeit und mit Sicherheit eine Bereicherung für jedes Bücheregal. Bücher wie dieses gibt es nicht sehr oft und man sollte es von der ersten bis zur letzten Seite genießen.

5 von 5

 

 

 

 

 

XOXO Puppette

Rezension: „Geschichten von Paddington“ von Michael Bond

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Titel: Geschichten von Paddington

Autor: Michael Bond

Verlag: Der Audio Verlag

Genre: Kindergeschichte

Länge: 157 Minuten

Preis: 9,99€ (Sonderausgabe)

 

 

Klappentext:

Braunes Fell, Schlapphut, verbeulter Koffer samt Marmeladenglas: Das ist Paddington! Im Sturm erobert der Bär aus Peru die Herzen der Browns, die ihn bei sich aufnehmen, ohne zu ahnen, worauf sie sich einlassen. Denn Paddington ist ein neugieriger Bär mit dem Talent, in Schwierigkeiten zu geraten – sei es in der Badewanne, im Theater oder in der U- Bahn. So erlebt er viele lustige Abenteuer und lässt kein Fettnäpfchen aus!

Rezension:

Vor kurzen hatte Der Audio Verlag zu einer Leserunde auf Lovelybooks, rund um das Hörbuch „Geschichten von Paddington“ aufgerufen. Dabei gab es, passend zum neuen Kinofilm, ein Paket mit dem oben genannten Hörbuch und 2 Kinokarten zugewinnen. Ich hatte das Glück eines davon ergattern zu können. An dieser Stelle also noch mal ein herzliches Dankeschön an den Verlag und Lovelybooks. Das Hörbuch war perfekt geeignet für einen geplanten Kurztrip zur Oma, inkl. langer Autofahrt. So konnte der kleine Paddington meiner Tochter und mir die lange Reise, mit seinen wundervollen Abenteuern, etwas versüßen.

Die Geschichte beginnt mit einer kuriosen Entdeckung von Mr. Brown am Bahnhof Paddington. Da sitzt doch tatsächlich ein kleiner Bär in der Ecke und sieht dabei so entsetzlich verloren aus, dass die Familie Brown kurzentschlossen beschließt den Bären, welchen sie passender weise auf den Namen Paddington taufen, mit nach Hause zunehmen. Sie ahnen aber schon bald, dass ihr Leben von nun an nicht mehr in den gewohnten ruhigen Bahnen verlaufen wird. Denn Paddington scheint das Chaos magisch an zu ziehen. Da er bei seinen kleinen und großen „Unfällen“ aber immer so entsetzlich niedlich aussieht, kann ihm jedoch keiner lange böse sein.

Ich kenn Paddington noch aus meiner Kindheit und fand ihn schon damals unglaublich putzig in seiner tollpatschigen Art, mit welcher er immer allen helfen will, nur um am Ende ein totales Durcheinander zu veranstalten. Auch jetzt als Erwachsener konnte mich der kleine Bär aus Peru immer noch begeistern, genau wie meine 5 jährigen Tochter. Somit sei wohl bewiesen, dass die Geschichte für Jung und Alt ein tolles Hörerlebnis bietet.

Grade der britische trockene Humor, der hier immer wieder durchschimmert ist für die ältere Generation ein besonderes Vergnügen. Denn wer kommt nicht ins Grinsen bei Sätzen wie:

„Ich glaube man wünscht allgemein das ich mich wasche. Ich hatte nämlich einen Unfall…mit einem Kuchen“ (Paddington)

oder

„Bären kosten 2 Schilling extra, schmutzige Bären 3 Schilling“ (Taxifahrer).

Schön ist auch, dass die Gesamthandlung in mehrere kleinere, in sich abgeschlossene Geschichten, aufgeteilt ist. So ist es grade für Kinder möglich sich das doch etwas längere Hörbuch in Abschnitte einzuteilen, ohne dabei mitten in der Geschichte abbrechen zu müssen. Aber natürlich ist es auch kein Problem, wie in meinem Fall, das Hörbuch in einem Rutsch zu hören. Denn Spannung und Vielfältigkeit bieten die einzelnen Abenteuer allemal.

Zuletzt sei noch der wunderbar passend gewählte Sprecher erwähnt. Jürgen Thormann hat eine richtig schöne ruhige bärige Stimme, welche Paddington wirklich zum Leben erwecken kann. Die älteren Hörer werden seine Stimme vielleicht auch mit Alfred, dem Butler von Batman, in Verbindung bringen. Was ich aber eher als positiven Nebeneffekt erachte, denn dessen Charakter geht doch irgendwie mit dem von Paddington konform.

Fazit:

„Geschichten von Paddington“ ist ein sehr gelungenes Hörerlebnis, welches Jung und Alt begeistern kann. Danach steht mit Sicherheit auf der ein oder andern Haustierwunschliste ganz oben: „ein kleiner Bär aus dem tiefsten Peru“ und ich kann es keinem Kind verdenken, hätte ich doch selbst nur allzu gerne einen Paddington im Haus, auch wenn die Marmelade dann wohl immer alle wäre.

5 von 5

 

 

XOXO Puppette