Rezension: „Geschichten von Paddington“ von Michael Bond

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Titel: Geschichten von Paddington

Autor: Michael Bond

Verlag: Der Audio Verlag

Genre: Kindergeschichte

Länge: 157 Minuten

Preis: 9,99€ (Sonderausgabe)

 

 

Klappentext:

Braunes Fell, Schlapphut, verbeulter Koffer samt Marmeladenglas: Das ist Paddington! Im Sturm erobert der Bär aus Peru die Herzen der Browns, die ihn bei sich aufnehmen, ohne zu ahnen, worauf sie sich einlassen. Denn Paddington ist ein neugieriger Bär mit dem Talent, in Schwierigkeiten zu geraten – sei es in der Badewanne, im Theater oder in der U- Bahn. So erlebt er viele lustige Abenteuer und lässt kein Fettnäpfchen aus!

Rezension:

Vor kurzen hatte Der Audio Verlag zu einer Leserunde auf Lovelybooks, rund um das Hörbuch „Geschichten von Paddington“ aufgerufen. Dabei gab es, passend zum neuen Kinofilm, ein Paket mit dem oben genannten Hörbuch und 2 Kinokarten zugewinnen. Ich hatte das Glück eines davon ergattern zu können. An dieser Stelle also noch mal ein herzliches Dankeschön an den Verlag und Lovelybooks. Das Hörbuch war perfekt geeignet für einen geplanten Kurztrip zur Oma, inkl. langer Autofahrt. So konnte der kleine Paddington meiner Tochter und mir die lange Reise, mit seinen wundervollen Abenteuern, etwas versüßen.

Die Geschichte beginnt mit einer kuriosen Entdeckung von Mr. Brown am Bahnhof Paddington. Da sitzt doch tatsächlich ein kleiner Bär in der Ecke und sieht dabei so entsetzlich verloren aus, dass die Familie Brown kurzentschlossen beschließt den Bären, welchen sie passender weise auf den Namen Paddington taufen, mit nach Hause zunehmen. Sie ahnen aber schon bald, dass ihr Leben von nun an nicht mehr in den gewohnten ruhigen Bahnen verlaufen wird. Denn Paddington scheint das Chaos magisch an zu ziehen. Da er bei seinen kleinen und großen „Unfällen“ aber immer so entsetzlich niedlich aussieht, kann ihm jedoch keiner lange böse sein.

Ich kenn Paddington noch aus meiner Kindheit und fand ihn schon damals unglaublich putzig in seiner tollpatschigen Art, mit welcher er immer allen helfen will, nur um am Ende ein totales Durcheinander zu veranstalten. Auch jetzt als Erwachsener konnte mich der kleine Bär aus Peru immer noch begeistern, genau wie meine 5 jährigen Tochter. Somit sei wohl bewiesen, dass die Geschichte für Jung und Alt ein tolles Hörerlebnis bietet.

Grade der britische trockene Humor, der hier immer wieder durchschimmert ist für die ältere Generation ein besonderes Vergnügen. Denn wer kommt nicht ins Grinsen bei Sätzen wie:

„Ich glaube man wünscht allgemein das ich mich wasche. Ich hatte nämlich einen Unfall…mit einem Kuchen“ (Paddington)

oder

„Bären kosten 2 Schilling extra, schmutzige Bären 3 Schilling“ (Taxifahrer).

Schön ist auch, dass die Gesamthandlung in mehrere kleinere, in sich abgeschlossene Geschichten, aufgeteilt ist. So ist es grade für Kinder möglich sich das doch etwas längere Hörbuch in Abschnitte einzuteilen, ohne dabei mitten in der Geschichte abbrechen zu müssen. Aber natürlich ist es auch kein Problem, wie in meinem Fall, das Hörbuch in einem Rutsch zu hören. Denn Spannung und Vielfältigkeit bieten die einzelnen Abenteuer allemal.

Zuletzt sei noch der wunderbar passend gewählte Sprecher erwähnt. Jürgen Thormann hat eine richtig schöne ruhige bärige Stimme, welche Paddington wirklich zum Leben erwecken kann. Die älteren Hörer werden seine Stimme vielleicht auch mit Alfred, dem Butler von Batman, in Verbindung bringen. Was ich aber eher als positiven Nebeneffekt erachte, denn dessen Charakter geht doch irgendwie mit dem von Paddington konform.

Fazit:

„Geschichten von Paddington“ ist ein sehr gelungenes Hörerlebnis, welches Jung und Alt begeistern kann. Danach steht mit Sicherheit auf der ein oder andern Haustierwunschliste ganz oben: „ein kleiner Bär aus dem tiefsten Peru“ und ich kann es keinem Kind verdenken, hätte ich doch selbst nur allzu gerne einen Paddington im Haus, auch wenn die Marmelade dann wohl immer alle wäre.

5 von 5

 

 

XOXO Puppette

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Rezension: „Chroniken der Weltensucher: Die Stadt der Regenfresser“ von Thomas Thiemeyer

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Titel: Chroniken der Weltensucher – Die Stadt der Regenfresser

Autor: Thomas Thiemeyer

Verlag: Goya Libre

Genre: Fantasy, Abenteuer

Länge: 164 Minuten

Preis: 14,99€

 

 

Rezension:

Nach dem mir Maria ewig damit in den Ohren lag, wie toll doch diese Buchreihe sei und ich dann auch noch entdeckte, dass die Hörbuchversion mit einem meiner Lieblingssprecher Dietmar Wunder ist. Da musste ich das Hörbuch einfach haben und wurde auch nicht enttäuscht, der Auftakt zu dieser Reihe strotzt nur so vor fantastischer Abenteuerlust.

Die Geschichte beginnt mit dem jungen Straßendieb Oskar, welcher bei einem Taschentrick von Carl Friedrich von Humboldt erwischt wird. Doch statt diesen der Polizei zu übergeben, bietet er ihm eine Job als sein neuer Assistent an. Ein Beruf der es in sich hat, denn Carl Friedrich von Humboldt ist ein Forscher und Entdecker, der absoluten Sonderklasse. Sein neustes Projekt wird ihn und seine Begleiter in die Höhen Südamerikas führen, mitten hinein in ein Abenteuer von unvorstellbarem Ausmaß.

Das Buch weißt ein großes Maß an Kreativität, seitens des Autors auf. Er erweckt eine Welt zum Leben, welche bis ins kleinste Detail durchdacht ist und voller origineller Ideen steckt. Es kommt zu einer Art steampunkmäßigen Darstellung vom Berlin des 19.Jh., sowie einer Vermischung von Wissenschaft und Fiktion.

Es gibt eine Vielzahl an auftretenden Charakteren, welche sich zu Beginn der Geschichte an völlig unterschiedlichen Ausgangspositionen befinden. Dabei ist noch unklar, wie sie letztlich zueinander stehen werden, beziehungsweise welche Rolle sie im Verlauf der Handlung spielen werden.
Dabei wechselt der Fokus immer wieder zwischen den einzelnen Gruppierungen, sodass der Leser nach und nach alle Erzählstränge miteinander verbinden kann und seine eigenen Vermutungen, zum weiteren Geschehen aufstellen kann. Nicht ohne sich dabei das ein oder andere Mal gehörig zu täuschen, da der Autor ein Talent besitzt den Leser in die Irre zu führen.
Grade durch diese unterschiedlichen Erzählperspektiven wird eine tolle Spannung erzeugt, sodass der Roman einem niemals langweilig erscheint.

Eine Person, welche mich besonders faszinieren konnte war, wie sollte es auch anders sein, die Gegenspielerin von Carl Friedrich und seinen Begleitern. Valkrys Stone ist eine Frau und Söldnerin, welche sich in einem männerdominierten Gewerbe behauptet. Dabei aber einen stetig wachsenden Hass auf ebendiese Männerwelt bekommt, welcher bald schon zu einer Art wahnhaften Verhaltens führt.

Auch die tierischen Mitspieler der Geschichte hatten es mir angetan. Wer möchte nicht gerne einen zahmen Kiwi (der Vogel nicht die Frucht 🙂 ) als Haustier haben? Wem ich dagegen wirklich nicht begegnen möchte, sind die Rieseninsekten, mit welchen es die Charaktere auf ihrer Reise immer wieder zu tun bekommen. Diese waren wirklich grandios umschrieben. Schon allein ihr Geruch, eine Mischung aus Knoblauch und Rose, ließ mir einen Schauer den Rücken runter laufen.

Wie schon zu Beginn erwähnt bin ich ein Fan von Dietmar Wunder, als Hörbuchsprecher. Grade in den Bücher von Ben Aaronvitch ( Peter Grant Reihe) hat er mir sehr gut gefallen. Ich mochte ihn auch in diesem Hörbuch sehr gerne. Nur muss ich sagen, dass er vielleicht eine Fehlbesetzung für diesen doch eher an die jüngeren gerichteten Abenteuerroman ist. Dietmar Wunder hat eine teilweise zynische und düstere Erzählweise, welche mir zumindest für jüngere Zuhörer etwas ungeeignet erschien.

Fazit:
„Chroniken der Weltensucher: Die Stadt der Regenfresser“ ist eine tolle Abenteuergeschichte für Jung und Alt, welche den Leser/Hörer in eine fantastische Welt voller unbekannter Lebensformen entführt.

4 von 5

 

 

XOXO Puppette