Augenblicke: „Grand Budapest Hotel“, „Yves Saint Laurent“, „First Position“ und „A Long Way Down“

Augenblicke

Unter der Kategorie „Augenblicke“ fasse ich Filme in kleineren Rezensionen zusammen.

grand

Titel: Grande Budapest Hotel

Cast: Ralph FiennesAdrien BrodyWillem DafoeJude LawBill MurrayEdward NortonSaoirse RonanTilda SwintonTony Revolori

Genre: Komödie

Länge: 97 Minuten

Offizielle Seite: http://www.grandbudapesthotel.com

 

Trailer:

Die Filme von Wes Anderson sind immer etwas ganz Besonderes und erreichen sehr schnell Kultstatus. Dies trifft sicherlich auch auf „Grande Budapest Hotel“ zu, welcher nicht ohne Grund, die diesjährige Berlinale eröffnete.

Die Geschichte handelt von Zero Moustafa, welcher als Lobbyboy unter die Fittiche des legendären Monseuir Gustave gerät. Dieser ist der Concierge des Grande Budapest Hotel der 40er Jahre, in der fiktiven Republik Zubrowka. Als Gustave nun überraschenderweise ein seltenes Gemälde, von einer seiner Zahlreichen Liebschaften erbt, beginnt eine abenteuerliche Hetzjagd, bei welcher er stets von seinem treuen Lobbyboy Zero begleitet wird.

Der Film erzählt eine Geschichte auf mehreren Ebenen. Es ist so zu sagen eine Geschichte in der Geschichte einer Geschichte. Eine Komplexität, die garantiert nicht vielen Filmproduzenten gelingt, aber auf grandiose weise einem gewissen Wes Anderson.

Dabei bedient er sich einem hochkarätigem Cast, bis in die kleinste Nebenrolle. Ganz vorne natürlich Ralph Fiennes, welcher den liebeswürdigen M. Gustave darstellt, mit all seinen kleineren und größeren Besonderheiten. Ihm zur Seite steht ein bis dahin noch recht unbekannter Tony Revolori, in der Verkörperung des jungen Zero. Zusammen ergeben sie ein Konstellation voller Freundschaft, welche sich aber meist in sehr skurrilen Dialogen äußert.

Generell ist der Film sehr skurril und weißt einen sehr speziellen Humor auf, weit jenseits der Slapstick – Komik. Anzumerken sei auch noch das ungewöhnliche Filmformat, mitwelchem eine ständige Symmetrie in wirklich jeder Szene einhergeht.

5 von 5

 

yvesTitel: Yves Saint Laurent

Cast: Pierre NineyGuillaume GallienneCharlotte Le BonNikolai Kinski

Genre: Biografie

Länge: 102 Minuten

Offizielle Seite: http://www.ysl-movie.jp

 

 

 

Trailer:

Der Film erzählt die Lebensgeschichte des bekannten Modeschöpfers Yves Saint Laurent. Aber eigentlich ist es wohl her eine Liebesgeschichte, welche jeglichen Problemen des Lebens zu trotzen schien, die Geschichte von Pierre Berge und seiner Liebe zu Yves Saint Laurent.

Der Zuschauer kann dabei die Entwicklung des jungen Yves bis zu seinem Tod verfolgen. Erzählt wird die Geschichte allerdings vollständig aus der Perspektive von Pierre, welcher sich zu Beginn des Films in Trauer um seinen Geliebten befindet und eben diesen ihre gemeinsame Zeit nochmals erzählt. Eine durchaus ungewöhnliche Form der Erzählung, jedoch hat es dem Film noch mehr Dramatik verleihen können, da man sich der Trauer von Pierre so noch besser annähern konnte.

Der Film strotz nur so vor schauspielerischen Höchstleistungen. Besonders der noch recht unbekannte französischen Schauspieler Pierre Niney konnte den Charakter des Yves Saint Laurent in einer atemberaubenden Komplexität verkörpern. Ein unterfangen, welches durch die charakterliche Entwicklung, welche diese Rolle im Verlauf des Films durchläuft, sicherlich nicht einfach zu meistern war.

Als spannend im eigentlichen Sinne kann man den Film nicht bezeichnen. Er lebt vielmehr von den ruhigen Tönen und großer Farbenpracht.

Zu erwähnen sei noch ein wundervoll junger und arroganter Karl Lagerfeld, welcher seinen Auftritt in diesem Film hat.

3 von 5

 

firstTitel: First Position

Cast: /

Genre: Dokumentarfilm

Länge: 91 Minuten

Offizielle Seite: http://www.balletdocumentary.com

 

 

 

Trailer:

Hierbei handelt es sich um einen Dokumentarfilm rund um den hoch-dotierten Ballettwettbewerb „Youth America Grand Prix“. Dabei erhält der Zuschauer Einblick in das Leben von mehreren Kindern bzw. Jugendlichen, welche sich der Herausforderung dieses Wettbewerbs stellen.

Der Film kann mit wundervollen Tanzszenen glänzen und auch die zwischenmenschlichen Beziehungen sind von solch fesselnder Präsenz, dass man mit jedem einzelnen Teilnehmer mitfiebert.

Als besonders gelungen empfand ich zudem die gut dargestellte Problematik, welche mit dem Berufswunsch „Profitänzer“ einhergeht.

All jenen, welche sich für das klassische Ballet begeistern können und einmal einen Blick hinter die Kulissen, jenseits von idealisierenden Tanzfilmen, werfen wollen, den sei „First Position“ wärmstens zu empfehlen.

4 von 5

 

a longTitel: A Long Way Down

Cast: Pierce BrosnanToni ColletteImogen PootsAaron PaulSam Neill

Genre: Drama, Komödie

Länge: 92 Minuten

Offizielle Seite: http://www.magpictures.com/alongwaydown/

 

 

 

Trailer:

Mittlerweile schon die dritte Buchverfilmung von Nick Hornby. Die Geschichte dreht sich um vier Selbstmörder, welche sich in der Silvesternacht auf einem Dach treffen, um sich ihren Wunsch vom Ableben zu erfüllen. Doch durch den unglaublichen Zufall ihres Zusammentreffens beschließen die Vier ihren Todeswunsch mit einem Pakt mindestens bis zum nächsten Valentinstag zu verzögern. Von nun an nehmen die so unterschiedlichen Charaktere Einfluss auf die Leben der Anderen, mit oft unvorhersehbaren Folgen.

Der Zuschauer erhält dabei durch die vier wechselnden Erzählperspektiven Einblick in die Leben der Protagonisten, wobei sich nach und nach aufklärt, welche Umstände zu ihren jeweiligen Selbstmordgedanken geführt haben.

Die Gesichte ist stellenweise äußerst skurril und komisch. Letzteres allerdings nicht immer im positivem Sinne. Denn teilweise ist der Handlungsablauf sehr gestellt, sowie auch die Witze und macht es dem Zusehenden sehr schwer der Geschichte auch nur ein Hauch von Logik bzw. Glaubwürdigkeit abzugewinnen.

Es ist zwar mehr als deutlich zu sehen, dass der Film letztlich das Gegenteil von seinem Inhalt, nämlich Lebensfreund, vermitteln möchte. Dies geschieht jedoch meist auf eine Weise, jenseits von subtil, sodass der Handlung viel an ihrer eigentlichen Dramatik verloren geht.

3 von 5

 

 

XOXO Puppette

Augenblicke: „Nur dir zu liebe“, „Waiting for Forever“ und „Saving Mr. Banks“

Augenblicke

Ich habe mir überlegt eine neue Rubrik auf meinem Blog zu eröffnen. Da ich doch recht viele Filme schaue und nicht immer dazu komme euch diese in einer ausführlichen Rezension vorzustellen, gibt es jetzt in hoffentlich regelmäßigen Abständen die „Augenblicke“. Darunter fasse ich Filme mit einer Kurzmeinung meinerseits zusammen. Ich hoffe euch gefällt dieses neue Konzept. Gebt mir doch mal ein Feedback oder weiter Anregungen in den Kommentaren.

 

nur dir zuliebe

Titel: Nur dir zuliebe

Cast: Kareena Kapoor, Imran Khan, Anupam Kher

Erscheinungsdatum: April 2014

Genre: Bollywood

Länge: 145 Minuten

Offizielle Seite: https://www.facebook.com/GoriTerePyaarMein

 

 

Trailer:

Seit ich „Dhoom: 3“ geschaut habe bin ich wieder voll im Bollywood-Fieber und gucke grade alle meine Filme rauf und runter. Neu dazu gekommen ist „Nur dir zuliebe“. Der zweite Filme mit Kareena Kapoor und Imran Khan in der Hauptbesetzung, den ich gesehen habe.

Es ist eine schöne Liebesgeschichte zwischen zwei Menschen, welche unterschiedlicher nicht sein könnten. Sriram ist ein echter Lebemann, der nix wirklich ernst nimmt und oft nur auf seinen Vorteil aus ist. Seine große Liebe Dia ist das genaue Gegenteil. Sie ist eine Aktivistin, wie sie im Buche steht, engagiert sich für so ziemlich alles und stößt jeden vor den Kopf, der wieder ihrer Prinzipen handelt. Fazit: Die Beziehung der Beiden ist hoch explosiv, da sie weder miteinander noch ohne einander können.

„Nur dir zuliebe“ ist ein Film für die Romantiker unter euch, mit viel Herzschmerz, aber auch komödiantischen Elementen. Kareena Kapoor und Imran Khan ergänzen sich hervorragend und lassen die Liebesbeziehung der beiden Protagonisten authentisch wirken.

4 von 5

 

waiting

Titel: Waiting for Forever

Cast: Rachel Bilson, Tom Sturridge, Richars Jenkins, Matthew Davis

Erscheinungsdatum: Juli 2014

Genre: Romantische Komödie

Länge: 91 Minuten

Offizielle Seite: https://www.facebook.com/WaitingForForever

 

Trailer: 

Dies ist einer dieser Filme, wo der Trailer weit mehr verspricht, als der Film letztlich beinhaltet, zumindest ging es mir so.

Es geht um den Straßenkünstler Will, der seiner Freundin aus Kindertagen durch ganz Amerika hinterher reist. Einfach um ihr nahe sein zu können, da er meint in ihr seine große Liebe gefunden zu sein. Emma, mittlerweile eine bekannte Schauspielerin, ahnt von alle dem nichts. Als die Beiden sich nach Jahren endlich wieder begegnen, muss auch Will erkennen, dass viel mehr dazugehört, als bloßes anschmachten, um Emma für sich zu gewinnen.

Der Film soll wahrscheinlich eine romantische, aufopfernde Liebesgeschichte darstellen. Aber ich fand Wills Handlungsweise sehr sehr gruselig. Er wirkte eher wie ein psychotischer Stalker, als wie ein liebestoller Romantiker. Generell stimmte die Chemie, zwischen den Beiden überhaupt nicht und machte die Geschichte noch unglaubwürdiger. Einziger Lichtblick war Matthew Davis in seiner Rolle als eifersüchtiger Ex-Freund, welche er originell und unverfälscht darstellte.

2 von 5

 

saving

Titel: Saving Mr. Banks

Cast: Emma Thompson, Tom Hanks, Colin Farrell, Ruth Wilson, Paul Giamatti

Erscheinungsdatum: Juli 2014

Genre: biographisches Drama

Länge: 126 Minuten

Offizielle Seite: http://filme.disney.de/saving-mr-banks

 

 

Trailer:

Emma Thompson ist eine jener Schauspielerinnen, deren Art zu spielen mir so gut gefällt, dass ich so ziemlich jeden Film mit ihr schaue. Leider konnte sie mich in „Saving Mr. Banks“ nicht ganz so überzeugen.

Es geht um die Entstehungsgeschichte des sehr bekannten Mary-Poppins-Film von Walt Disney. Dabei treffen die Autorin der Bücher P.L. Travers und der Medienmogul Walt Disney höchstpersönlich aufeinander. Mrs. Travers hat eine große Abneigung gegenüber der kunterbunten Zeichentrick-Welt, welche Walt Disney repräsentiert. Deswegen ist sie nicht gewillt, ihre „zur Familie“ gehörende Mary Poppins, ohne eine horrende Anzahl an Bedingungen, in die Hände von Mr. Disneys Filmproduzenten zu übergeben.

Wer hier einen Film voller Kinderfreude und bezaubernde Momente der Filmgeschichte erwartet, wird leider enttäuscht werden. Zu sehen bekommt man nämliche eine verbitterte alte Frau, welche unter ihrer tragischen Kindheit zu leiden hat und einen oberflächlichen Klassenclown, der emotionale Tiefe simuliert. Zwar kann der charmante Chauffeur, gespielt von Paul Giamattie, der Handlung etwas mehr Freundlichkeit verleihen. Jedoch hat der Film insgesamt eine wirklich sehr traurige Grundstimmung.

3 von 5

 

 

 

XOXO Puppette