Rezension: „City of Lost Souls“ von Cassandra Clare

City of lost souls

Titel: City of Lost Souls

Autor: Cassandra Clare

Verlag: Margaret K. McElderry Books

Genre: Urban Fantasy, Young Adult

Seiten: 560 Seiten

Preis: 10,50€ (Taschenbuch)

 

 

Klappentext:

What price is too high to pay, even for love? When Jace and Clary meet again, Clary is horrified to discover that the demon Lilith’s magic has bound her beloved Jace together with her evil brother Sebastian, and that Jace has become a servant of evil. The Clave is out to destroy Sebastian, but there is no way to harm one boy without destroying the other. As Alec, Magnus, Simon, and Isabelle wheedle and bargain with Seelies, demons, and the merciless Iron Sisters to try to save Jace, Clary plays a dangerous game of her own. The price of losing is not just her own life, but Jace’s soul. She’s willing to do anything for Jace, but can she still trust him? Or is he truly lost?

Rezension:

Achtung hier bei handelt es sich um die Rezension zum 5. Band der Reihe, Spoiler sind durchaus denkbar!!!

Die Handlung setzt etwas nach den Ereignissen des letzten Buches ein. Nach dem sowohl Sebastian, als auch Jace spurlos verschwunden sind, befinden sich die Schattenjäger in höchster Alarmbereitschaft. Als jedoch auch nach längerem Suchen keine großen Erfolge zu verbuchen sind, setzt der Rat die Priorität, vor allen was das finden von Jace betrifft, rapide nach unten. Das will und kann Clary nicht akzeptieren und beginnt, mit Hilfe ihrer Freunde, auf eigene Faust nach Jace und ihrem verhassten Bruder zu suchen. Doch schon nach kurzer Zeit muss sie feststellen, dass die Verbindung zwischen Jace und Sebastian sich auf drastische Art geändert zu haben scheint und sie im Begriff ist die Liebe ihres Lebens für immer zu verlieren.

Ich muss gestehen, dass ich mit dem Handlungsverlauf an sich massive Probleme hatte. Denn dieser zieht sich wirklich unglaublich in die Länge. Es kommt zu ewigen Planungsgesprächen, wie man die entstandene Verbinnung zwischen Jace und Sebastian nun wieder trennen kann. Aber eine tatsächliche Handlung gibt es eigentlich nicht. Der zweite Fokus dieses Romans scheint auch eher auf den einzelnen Beziehungen der Mitwirkenden zu liegen. So wird eigentlich jede im Verlauf der Bücher entstandene Liebesbeziehung thematisiert und analysiert. So kommt es selbst in den wenigen rasanteren Szenen zu sehr unpassenden Unterhaltungen über den aktuellen Beziehungsstatus. Ich hatte das Gefühl, dass es in diesem Roman generell eher darum geht die Zwischenmenschlichen Verbindungen weiter auszubauen, als eine Entwicklung hinsichtlich der Rahmenhandlung zu verwirklichen. Selbst der große Endkampf, wobei es immerhin über 50 Seiten zu einem Spannungsanstieg kam, war letztlich nicht allzu zukunftsverweisend und es lässt sich vermuten, dass die komplette Feindschaft zwischen Sebastian und den Schattenjäger sich erst im letzten Band entladen wird.

Der Grund warum ich den Roman trotzdem nicht einfach in die Ecke gepfeffert habe, waren die doch zumindest teilweise recht emotional und deswegen auch spannende gestalteten Beziehungsverläufe der Protagonisten. Besonders dadurch , dass die Geschehnisse aus verschiednen Perspektiven erzählt wurden, ermöglichte es dem Leser tiefe Einblicke in eben diese zu erlangen. Grade die Szenen zwischen Alec und Magnus fand ich sehr unterhaltsam und interessant. In den bisherigen Büchern hat man einfach noch nicht sehr viel über den Alltag und Umgangston ihrer Beziehung erfahren. Genauso wenig wurde sich bisher mit der Problematik von Magnus Unsterblichkeit beschäftig. Eine Handlungsebene, welche nun aber stark ins Blickfeld gerät.

Ebenfalls toll inszeniert wurde die Beziehung zwischen Simon und Isabel, vor allen dadurch, dass ihre Charaktere so vollkommen unterschiedlich sind, entsteht eine schöne Dynamik in ihren Gesprächen und daraus resultierenden Handlungen.

Was die Figuren an sich betrifft konnte Magnus, neben Jace, diesmal sehr glänzen. Er hat eine Art an die Dinge ran zu gehen wie kein Anderer. Es ist besonders faszinierend  zu beobachten, wie unterschiedlich er sich doch in verschiednen Gesellschaften verhält. So lässt er seine stets etwas überdrehte und humoristische Art eigentlich nur im Zusammensein mit Alec fallen, wobei er viel ruhiger und verletzlicher wirkt. Schön war auch der eingebaute Runnig-Gag, dass Magnus Simon grundsätzlich nie mit dessen korrektem Namen an zu sprechen scheint.

Jace war natürlich mit seinen ewigen sarkastischen Sprüchen und gelungen Wortspielen, wieder für viele Lacher zu haben. Aber auch im Gesamtpaket konnte seine Rolle wieder überzeugen. Denn sein Charakter verändert sich nun einmal sehr, jetzt wo er so eine spezielle Verbindung zu Sebastian hat. Das wurde von der Autorin überzeugen umgesetzt und war traurig und beängstigen zu gleichen.

„How could he be Jace ans not-Jace, all at once? How could you be heartbroken and happy at the same time?“ S.221 Clary

Einer der Gründe warum ich die Bücher von Cassandra Clare lieber in englisch lese, ist das so ihr genialer Schreibstil einfach besser zur Geltung kommt. Sie hat ein großes Talent dafür mit atmosphärischen Beschreibungen den Bücher noch mehr Leben einzuhauchen. Dazu kommen dann noch die perfekt inszenierten Dialogen, welche einem mit einer unglaublichen Wortgewandheit präsentiert werde. Dadurch ist ein Roman der Autorin natürlich nicht im einfachsten englisch verfasst, dafür sind die Sätze viel zu komplex, aber wer sich englische Bücher in einem gehobeneren Schwierigkeitsgrad zu traut, sollte auf jeden Fall zu den Originalausgaben greifen.

Fazit:

Der Roman bietet viele emotionale Momente, aber auch viele Situationswitz. Mit einem spannenden Handlungsverlauf kann er allerdings nicht punkten. Man sollten diesen Teil der Buchreihe eher als ein Art „Vorbereitungsroman“ in Hinblick auf das große Finale verstehen.

3 von 5

 

 

 

XOXO Puppette

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179. 10 Bücher, deren Ende du gerne umschreiben würdest 

Oh man diesmal hat es mich wirklich eiskalt erwischt. Auf zehn Bücher komme ich ganz bestimmt nicht, denn ich lese eigentlich keine Bücher, bei denen  schon klar ist, dass mir das Ende nicht gefallen würde. Ich bin ein großer Happy-End-Liebhaber, sprich Bücher mit einem für die Charaktere unbefriedigenden Abschluss sind in der Regel so gar nicht meins. Klar gibt es da auch ein Paar Ausnahmen, wo ein tragisches Ende durchaus angebracht war und irgendwie dann doch ganz schön. Wie sonst sollte ich „Romeo und Julia“ so sehr mögen oder „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ nicht zu vergessen.

Worauf ich eigentlich hinaus will, ist das ich (fast) keine Bücher lese (oder noch im Gedächnis habe) bei denen ich das Ende gerne umschreiben wöllte. Denn wenn mir das Ende nicht gefällt, kommt das Buch erst gar nicht ins Regal. Die vier einzigen Buchreihen bei denen ich auf Grund des hervoragenden Gesamtpakets über ein unbefriedigendes Ende hinweg sehen konnte, folgen nun:

 

die meisterin 3die rebellin 1die novizin 2 

 

 

 

 

 

1. Gilde der Magier – Trilogie von Trudi Canavan

Ich habe diese Trilogie geliebt und die Liebesgeschichte ist so schön, wie unerwartet. Nur (ohne jetzt zu spoilern) das Ende ist meiner Meinung nacht in dieser Form total unnötig gewesen und hätte schöner und logischer gelöst werden können.

 

die fließende königin 1das steinerne Licht 2das Gläserne Wort 3

 

 

 

 

 

 

 

2. Merle-Trilogie von Kai Meyer

Dies war meine erste Trilogie von Kai Meyer, welcher nicht ohne Grund bis Heute einer meiner Lieblingsautoren ist. Die Merle-Bücher waren auch wirklich eine wundervoll magische Geschichte an einem der schönsten Handlungsorte, wie ich finde. Aber nun ja das Ende ist halt so eine Sache. Es ist durchaus stimmig, nur mag ich Happy-Ends einfach lieber ^^.

 

Vorübergehendd tot 1untot in dallas 2Club dead 3

 

 

 

 

 

 

 

3. Sookie Stackhouse – Reihe von Charlaine Harrison

Die drei Bilder stehen nur rein repräsentativ für die ganze Sookie Stackhouse -Reihe, welche 13 Bücher umfasst. Ich habe sie nocht nicht komplett gelesen (bin bei Band 9), aber ich  habe mich sozusagen selbst gespoilert und weiß wie das Alles ausgehen wird. Ich würde die Bücher hier nicht erwähnen, wenn ich mit dem Ende zufrieden wäre, es ist einfach nicht das was ich mir für Sookie erhofft habe (seit dem ersten Band). Das ist wahrscheinlich einer der Gründe warum ich in der Buchreihe momentan einfach nicht weiter komme.

 

City of Bones 1City of Ashes 2city of glass3

 

 

 

 

 

 

4. Die Chroniken der Unterwelt von Cassandra Clare

Bei dieser Buchreihe ist nicht wirklich das Ende das was mich stört, sonder eher das „Nichtende“. Denn für mich hat der 3. Band ein tolles und zufriedenstellendes Ende gehabt. Es wäre einfach nicht nötig gewesen drei weitere Bände folgen zulassen, welche meiner Meinung nach an Qualität auch stark abgenommen haben.

 

So mehr Bücher mit einem Ende, welches mir nicht zusagt fallen mir einfach nicht ein. Wie sieht es bei euch aus, seit ihr auch solche Happy-End-Liebhaber wie ich oder könnt ihr ein richtiges Drama genießen? 

 

XOXO Puppette