Augenblicke: „Nur dir zu liebe“, „Waiting for Forever“ und „Saving Mr. Banks“

Augenblicke

Ich habe mir überlegt eine neue Rubrik auf meinem Blog zu eröffnen. Da ich doch recht viele Filme schaue und nicht immer dazu komme euch diese in einer ausführlichen Rezension vorzustellen, gibt es jetzt in hoffentlich regelmäßigen Abständen die „Augenblicke“. Darunter fasse ich Filme mit einer Kurzmeinung meinerseits zusammen. Ich hoffe euch gefällt dieses neue Konzept. Gebt mir doch mal ein Feedback oder weiter Anregungen in den Kommentaren.

 

nur dir zuliebe

Titel: Nur dir zuliebe

Cast: Kareena Kapoor, Imran Khan, Anupam Kher

Erscheinungsdatum: April 2014

Genre: Bollywood

Länge: 145 Minuten

Offizielle Seite: https://www.facebook.com/GoriTerePyaarMein

 

 

Trailer:

Seit ich „Dhoom: 3“ geschaut habe bin ich wieder voll im Bollywood-Fieber und gucke grade alle meine Filme rauf und runter. Neu dazu gekommen ist „Nur dir zuliebe“. Der zweite Filme mit Kareena Kapoor und Imran Khan in der Hauptbesetzung, den ich gesehen habe.

Es ist eine schöne Liebesgeschichte zwischen zwei Menschen, welche unterschiedlicher nicht sein könnten. Sriram ist ein echter Lebemann, der nix wirklich ernst nimmt und oft nur auf seinen Vorteil aus ist. Seine große Liebe Dia ist das genaue Gegenteil. Sie ist eine Aktivistin, wie sie im Buche steht, engagiert sich für so ziemlich alles und stößt jeden vor den Kopf, der wieder ihrer Prinzipen handelt. Fazit: Die Beziehung der Beiden ist hoch explosiv, da sie weder miteinander noch ohne einander können.

„Nur dir zuliebe“ ist ein Film für die Romantiker unter euch, mit viel Herzschmerz, aber auch komödiantischen Elementen. Kareena Kapoor und Imran Khan ergänzen sich hervorragend und lassen die Liebesbeziehung der beiden Protagonisten authentisch wirken.

4 von 5

 

waiting

Titel: Waiting for Forever

Cast: Rachel Bilson, Tom Sturridge, Richars Jenkins, Matthew Davis

Erscheinungsdatum: Juli 2014

Genre: Romantische Komödie

Länge: 91 Minuten

Offizielle Seite: https://www.facebook.com/WaitingForForever

 

Trailer: 

Dies ist einer dieser Filme, wo der Trailer weit mehr verspricht, als der Film letztlich beinhaltet, zumindest ging es mir so.

Es geht um den Straßenkünstler Will, der seiner Freundin aus Kindertagen durch ganz Amerika hinterher reist. Einfach um ihr nahe sein zu können, da er meint in ihr seine große Liebe gefunden zu sein. Emma, mittlerweile eine bekannte Schauspielerin, ahnt von alle dem nichts. Als die Beiden sich nach Jahren endlich wieder begegnen, muss auch Will erkennen, dass viel mehr dazugehört, als bloßes anschmachten, um Emma für sich zu gewinnen.

Der Film soll wahrscheinlich eine romantische, aufopfernde Liebesgeschichte darstellen. Aber ich fand Wills Handlungsweise sehr sehr gruselig. Er wirkte eher wie ein psychotischer Stalker, als wie ein liebestoller Romantiker. Generell stimmte die Chemie, zwischen den Beiden überhaupt nicht und machte die Geschichte noch unglaubwürdiger. Einziger Lichtblick war Matthew Davis in seiner Rolle als eifersüchtiger Ex-Freund, welche er originell und unverfälscht darstellte.

2 von 5

 

saving

Titel: Saving Mr. Banks

Cast: Emma Thompson, Tom Hanks, Colin Farrell, Ruth Wilson, Paul Giamatti

Erscheinungsdatum: Juli 2014

Genre: biographisches Drama

Länge: 126 Minuten

Offizielle Seite: http://filme.disney.de/saving-mr-banks

 

 

Trailer:

Emma Thompson ist eine jener Schauspielerinnen, deren Art zu spielen mir so gut gefällt, dass ich so ziemlich jeden Film mit ihr schaue. Leider konnte sie mich in „Saving Mr. Banks“ nicht ganz so überzeugen.

Es geht um die Entstehungsgeschichte des sehr bekannten Mary-Poppins-Film von Walt Disney. Dabei treffen die Autorin der Bücher P.L. Travers und der Medienmogul Walt Disney höchstpersönlich aufeinander. Mrs. Travers hat eine große Abneigung gegenüber der kunterbunten Zeichentrick-Welt, welche Walt Disney repräsentiert. Deswegen ist sie nicht gewillt, ihre „zur Familie“ gehörende Mary Poppins, ohne eine horrende Anzahl an Bedingungen, in die Hände von Mr. Disneys Filmproduzenten zu übergeben.

Wer hier einen Film voller Kinderfreude und bezaubernde Momente der Filmgeschichte erwartet, wird leider enttäuscht werden. Zu sehen bekommt man nämliche eine verbitterte alte Frau, welche unter ihrer tragischen Kindheit zu leiden hat und einen oberflächlichen Klassenclown, der emotionale Tiefe simuliert. Zwar kann der charmante Chauffeur, gespielt von Paul Giamattie, der Handlung etwas mehr Freundlichkeit verleihen. Jedoch hat der Film insgesamt eine wirklich sehr traurige Grundstimmung.

3 von 5

 

 

 

XOXO Puppette

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Der Film zum Sonntag: „Dhoom 3“

dhoom 3

Titel: Dhoom: 3

Cast: Aamir Khan, Abhishek Bachchan, Katarina Kaif, Uday Chopra

Erscheinungsdatum: Januar 2014

Genre: Bollywood

Länge: 165 Minuten

Offizielle Seite: http://www.dhoom3.net

 

 

Trailer:

 

Rezension:

Also ich oute mich jetzt mal. Ich bin ein Fan von Bollywood-Filmen. Dieser ganze Kitsch, die bunten Farben, das Singen und Tanzen sind einfach ideal für so einen richtig schönen Mädelsabend, so auch diesmal. Ich habe „Dhoom: 1″und „Dhoom: 2“ schon gesehen, wobei letzterer einer meiner Lieblings Bollywood-Filme ist. Aber man kann „Dhoom: 3“ auch gut schauen ohne die vorherigen Filme zu kennen.

„Dhoom: 3“ ist keine Liebesgeschichte, wie die meisten Bollywood-Filme, sondern eher ein Action-Film mit leicht romantischem Einschlag. Es geht um den Zirkusartisten Sahir, welcher sich an der Bank von Chicago rächen will und deren Filialen ausraubt. Das ruft das Ermittlerduo Jai Dixit und Ali auf den Plan, welche den örtlichen Behörden bei der Verhaftung des genialen Bankräubers helfen sollen. Darauf folgen rasante und bis an die Grenzen des Möglichen gehende Verfolgungsjagden. Ganz allmählich kommen sie Sahir’s Geheimnis seines Erfolges, sowohl als Artist als auch als Bankräuber, auf die Spur. Letztlich steht Jai vor der alles entscheidenden Frage: Wer ist in diesem Spiel tatsächlich der Böse und wer der Gute?

Wie die meisten Filme dieses Genres, geht auch dieser fast drei Stunden. Die vergehen aber wirklich wie im Fluge. Der erste Teil des Films ist sehr actiongeladen, eine Verfolgungsjagd reiht sich an die Nächste, gesprochen wird dabei kaum. Ich glaube Sahir sagt in den ersten 60 Minuten genau einen Satz. Das mag jetzt sehr langweilig klingen, aber die Kämpfe, die sich der Bankräuber mit der Polizei liefert, sind wirklich gut inszeniert und toll anzusehen.

Der zweite Teil des Films ist dann sehr viel emotionaler und die Handlung wird in eine ganz neue Richtung gelenkt, dabei ist wirklich nichts vorhersehbar. Ich schaue wirklich viele Filme und irgendwann hat man einfach schon so viele Sachen gesehen, welche nach bestimmten Mustern ablaufen, dass man diese in vielen Filmen recht schnell wiederfindet. Aber bei „Dhoom: 3“ war das einfach nicht möglich. Ständig gab es Szenen, die man so nie erwartet hat oder Wendungen bei denen man nur noch laut „OMG“ rufen konnte. Grade der zweite Teil des Films konnte mich sehr begeistern und in seinen Bann ziehen.

Die Bildgewalt und Choreografie vieler Szenen war auch sehr sehenswert. Besonders das Setting eines Zirkusses, innerhalb eines alten Theaters, war toll gewählt. Dadurch ergab sich auch die Möglichkeit für eine Vielzahl von toll gestalteten Kostümen.

Ungewöhnlich für einen Bollywood-Film war auf jeden Fall das Fehlen von Tanzeinlagen bzw. Liedern. Es gab zwar welche, vor allen in Zusammenhang mit den Zirkusauftritten, aber das waren insgesamt vielleicht drei Stück, was keine besonders große Zahl für solch einen Film ist. Das war zwar etwas ungewohnt, da man bei einem Bollywood-Film einfach viele Lieder (die meist aus dem Nichts kommen) erwartet, aber dafür hatten die Schauspieler viel mehr Zeit ihre Rollen richtig zu entfalten.

Was sie auch zu einem Höchstmaß getan haben. Besonders Aamir Khan („Fanaa – Im Sturm der Liebe“, „Bombay Diaries“) hat mich regelrecht umgehauen. Was er an schauspielerischer Vielfalt ablieferte ist wirklich sehr bewunderswert und ließ manch anderen Charaktere sehr blass aussehen. So zum Beispiel Jai Dixit, gespielt von der Ikone des indischen Filmbusiness Abhishek Bachchan („Der Weg einer Frau“, „Bis dass das Glück uns scheidet“). Jai war der kühle und distanzierte Polizist, wie schon in den vorherigen Dhoom-Filmen. Jedoch wirkte er neben einer einnehmenden Persönlichkeit, wie Sahir eher unsympathisch und war nicht richtig greifbar. Ähnlich verhält es sich mit seinem Partner Ali, gespielt von Uday Chopra („ Denn meine Liebe ist unsterblich“, „ Lebe und denke nicht an morgen“). Dieser kam mir wie der ewige Klassenclown vor, ohne dabei in irgendeiner Form eine tragende Rolle für die Handlung des Films zu spielen. Überrascht hat mich Tabrett Bethell, nicht unbedingt durch ihre Rolle der Viktoria, diese war einfache nur das hübsche Anhängsel. Viel mehr ihr Auftritt im Film als solches kam für mich unerwartet, da ich die Schauspielerin bisher nur in der Serie „Legend of the Seeker“ als Cara gesehen habe und mit einem Auftritt in einem indischem Film nicht gerechnet habe.

Fazit:

„Dhoom: 3“ ist ein Film voller unvorhersehbarer Wendungen und kann durch seine emotionale Inszenierungen jeden schnell in seinen Bann ziehen. Gerade wegen dem Fehlen von vielen Tanzeinlagen ist der Film auch gut für jene geeignet, die sich dem Genre Bollywood-Film erstmal annähern möchten.

4 von 5

 

 

XOXO Puppette