Rezension: „Bloodlines: Die goldene Lilie“ von Richelle Mead

bloodlines #2

Titel: Bloodlines: Die goldene Lilie #2

Autor: Richelle Mead

Verlag: LYX

Genre: Fantasy, Jugendroman

Seiten: 416 Seiten

Preis: 12,99€ (Taschenbuch)

 

 

Rezension:

Ich war ja schon restlos begeistern von Richelle Meads „Vampire Academy“-Reihe. Aber von Buch zu Buch muss ich sagen, dass es der Autorin gelungen ist sich mit ihrer „Bloodlines“-Reihe noch einmal zusteigern. Ich habe den 2.Band verschlungen und die Geschichte von der ersten bis zur letzten Seite einfach nur genossen.

Die Geschichte schließt nahtlos an die Ereignisse des vorherigen Bandes an. Sydney wird von den Alchimisten wieder als ein hoch talentiertes Mitglied anerkannt. Sie selbst leidet aber immer mehr unter einem Gewissenskonflikt, dass sie die Vampire, mit welchen sie tagtäglich zu tun hat, weit weniger hassenswert findet, als dass es ihre Erziehung von ihr verlangt. Während sie noch mit ihren Gefühlen ringt, stehen weit größere Probleme vor der Tür. Eine Gruppe von extremistischen Vampirjägern hat es sich zur Aufgabe gemacht ihre Freunde zu töten und es ist allein Sydneys Aufgabe dies zu verhindern. Schlecht wenn einen die glühenden Blicke des attraktiven Moroi Adrian ständig so aus dem Konzept bringen.

Ich finde es unglaublich faszinierend, wie es der Autorin gelungen ist in dieser Buchreihe so sehr die Perspektive auf die Dinge zu verändern, als es in der vorherigen „Vampire Academy“-Reihe der Fall war. So ist es nun schon etwas gewöhnungsbedürftig sich an Sydneys ständig aufkommende Abneigung gegen alles magische und Blut zu gewöhnen, war es doch bei „Vampire Academy“ das selbstverständlichste auf der Welt.

Im weitern fand ich den Spannungsaufbau dieses Buches sehr gelungen, denn weder Leser noch Protagonisten wussten lange Zeit, wo genau die entstehenden Probleme und Gefahren liegen bzw. ihren Ursprung haben. Aber die Unstimmigkeiten werden sehr wohl heraus kristallisiert und können nur noch nicht entschlüsselt werden. Dadurch entsteht natürlich eine starke Sogwirkung und man kann den Roman kaum aus der Hand legen, dann man auf die erlösende Erklärung wartet.

Die wirkliche Begeisterung für diesen Roman kommt jedoch allein durch die tollen Charaktere und deren zwischenmenschliche Interaktionen.

Sydney ist eine sehr gut ausgeformte Protagonistin, welche durch das Gleichgewicht an Schwächen und Stärken, die sie aufweist, für den Leser sehr gut fassbar gemacht wurde. So ist es unwahrscheinlich witzig zu lesen, dass sie zwar total klug ist, aber die alltägliche Kommunikation sie so aus dem Konzept werfen kann, da sie diese immer etwas zu wörtlich nimmt. Auch entwickelt sich Sydney im Verlauf des Buches stringent weiter. Sie hat stark mit ihrer immer stärker werdenden Sympathie für ihre „Mitmenschen“ zu kämpfen. Sie ist in dem Glauben aufgewachsen, dass Moroi und Dhampire das Böse in der Welt personifizieren und muss jetzt feststellen, dass die Welt eben nicht nur Weiß und Schwarz zu sein scheint. Manchmal sind es die die man hassen sollte, die die man am meisten lieben wird.

„Mehr und mehr wurde ich daran erinnert, dass Menschen genauso wie Vampire zu Bösem fähig waren – und Vampire zu Gutem.“ S. 265 Sydney

Das große Highlight dieser Buchreihe ist natürlich Adrian. Schon bei „Vampire Academy“ war er ein riesiger Sympathieträger, um so schöner ist es nun, dass seine Rolle immer mehr Platz einnimmt. Wie immer schafft er es jede Situation durch einen total unpassenden lockern Spruch aufzuwerten. Aber er besitzt auch eine Tiefgründigkeit und Verletzlichkeit, die jedes Frauenherz zum schmelzen bringen kann. Dies Spannung, welche sich zwischen Adrian und Sydney zu entwickeln beginnt, ist beinah greifbar und steigert sich von Seite zu Seite ins unerträgliche. Sehr witzig ist dabei, dass sich Adrians Blickwinkel auf Sydney über das Band auf Jill zu übertragen scheint, was zu einer Menge etwas verstörender Gespräche führt.

In diesem Buch werden auch neue Charaktere eingeführt mit denen ich aber zunächst ein paar Probleme hatte. Da wäre zunächst einmal Angeline, welche sich irgendwie nicht so recht in die Gruppendynamik einfügt und lange Zeit ein bisschen nervig daherkommt. Sie entwickelt sich aber auch stetig weiter und wird einem dadurch letztlich doch noch sympathisch.

Dann wäre da noch Braydon, ein Mensch mit welchem Sydney anfängt sich zu treffen. Er ist einem irgendwie von Anfang an suspekt und seine Rolle für das Buch bleibt dabei im Dunkeln. Jedoch ist der Running-Gag, dass sich keiner von Sydneys Freunden seinen Namen merken kann wirklich amüsant.

Zum Schreibstil lässt sich sagen, dass er wie immer leicht und locker daher kommt. Das Buch lässt sich sehr schnell lesen und es gibt keinerlei Stellen, wo der Lesefluss durch etwaige Formulierungen ins Stocken gerät. Die Handlung wird ausschließlich aus der Perspektive von Sydney erzählt, dadurch erhält der Leser zwar eine einseitige Sicht auf das Geschehen, aber es wird auch die Spannung gesteigert, da so vieles zunächst im Dunklen bleibt.

Fazit:

Der Roman konnte restlos begeistern und lebt durch seine absolut genialen Charaktere, deren Entwicklung jeden mitfiebern lässt.

5 von 5

 

 

 

XOXO Puppette

Advertisements

Ein Gedanke zu “Rezension: „Bloodlines: Die goldene Lilie“ von Richelle Mead

  1. Pingback: Lesestatistik Januar // Vorfreude Februar | Puppette Adora

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s