Rezension: „Collide – Unwiderstehlich“ von Gail McHugh

collide

Titel: Collide – Unwiderstehlich

Autor: Gail McHugh

Verlag: Piper

Genre: New Adulte

Seiten: 464 Seiten

Preis: 9,99€ (Taschenbuch)

 

 

Klappentext:

Nach dem College zieht Emily Cooper endlich zu ihrer großen Liebe Dillon nach New York. Doch dann schlägt Gavin Blake eines Tages wie aus heiterem Himmel in ihr Leben ein. Emily versucht, die knisternde Spannung zwischen ihr und dem verführerischen, millionenschweren Playboy zu ignorieren, aber Gavin hat nicht vor, sie einfach so gehen zu lassen. Nicht nur, weil sie etwas Eigenartiges mit seinem Herz anstellt, sondern auch, weil Dillon nicht der ist, für den Emily ihn hält …

Rezension:

Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr. Lasst ihr es heute richtig krachen oder eher etwas ruhiger angehen so wie ich?

Passend zum Jahresabschluss präsentiere ich euch eins meiner Lesehighlights im Dezember.

Ich habe ziemlich lange für dieses Buch gebraucht, obwohl es mit 450 Seiten eher eine durchschnittliche Länge hat und ich zudem momentan viel Freizeit habe. Der Grund für das lange Lesen war nicht etwa, dass mir die Geschichte nicht gefallen hat oder gar langweilig war. Nein, vielmehr war sie ab einen gewissen Punkt so nervenaufreibend, dass ich mich nicht mehr getraut habe weiter zu lesen, weil ich das Gefühl hatte, die Handlung könne nur in einer großen Katastrophe enden. Kennt ihr solche Bücher, wo einen die Geschichte so mitnimmt, dass man angst vorm weiterlesen hat?

Emily zieht, nach dem Tod ihrer krebskranken Mutter, zu ihrem Freund nach New York. Sie ist sich sicher, dass sie mit Dillon das große Los gezogen hat und er die Liebe ihres Lebens ist. Doch dann begegnet sie Gavin und auf einmal steht ihr Leben Kopf. Gavin ist ein reicher, charmanter Bad Boy, welcher eine unheimliche Anziehungskraft auf sie aus zu wirken scheint. Auch er ist, wie vom Blitz getroffen, als er Emily das erste mal erblickt. Doch hat ihre Liebe ein Chance oder wird Emily sich und die beiden Männer in ihrem Leben in einen Strudel aus Verrat und Schmerz reißen?

Ein Detail, welches mir gleich zu Beginn ins Auge stieß, waren die sehr flüssigen und natürlich wirkenden Dialoge. Generell empfand ich den Schreibstil als sehr angenehm, denn die Beschreibungen der einzelnen Personen, sowie der Handlungsorte, waren schön anschaulich und mit einem vielseitigen Wortschatz bestückt. Keine Spur von sich ständig wiederholenden Textphrasen, die ich leider viel zu oft im Genre New Adulte erlebe.

Die Erzählperspektive wechselt sehr schnell zwischen Emily und Gavin hin und her. Dies ist aber keines Wegs irritierend, bzw. führt nicht zu Verwirrungen. Sonder ist aus einem mir schleierhaften Grund stets schlüssig und das obwohl diese Wechsel fast nie angezeigt werden.

Emily ist zu Beginn der Geschichte eine starke Frau, welche sich nicht alles gefallen lässt und weder naiv noch unbedarft durchs Leben zu schreiten scheint. Zudem hat sie eine nette, wenn auch etwas freche Art, mit welcher sie den Leser sofort für sich einzunehmen weiß. Diese Charaktereigenschaften machen aber eine starke negative Entwicklung im Verlauf der Geschehnisse durch. So verteidigt Emily anfangs noch ihre Unabhängigkeit gegenüber ihres dominanten Freundes Dillon. Doch nach und nach erhält dieser immer mehr Macht über sie. So das sie anfängt sich die Schuld für seine Ausfälle zu geben und ein immer stärker werdendes devotes Verhalten an den Tag legt. Dies Veränderung ist sehr beängstigend und dennoch schlüssig dargestellt.

Gavin ist eine unglaublich starke Persönlichkeit den so schnell nichts aus der Bahn zu werfen scheint. Zudem hat er wohl eine sehr wilde Vergangenheit und die Frauen liegen ihm allesamt zu Füßen. Eine Tatsache, welche er bisher auch gnadenlos auszunutzen schien. Um so faszinierender ist es zu beobachten, wie sich ein solcher Mann verändert, wenn er sich auf den ersten Blick in eine Frau verliebt und nicht mehr von ihr los kommt. Gavin geht vollkommen in seiner Liebe zu Emily auf ohne sie dabei zu bedrängen. Für ihn steht an erster Stelle stets ihr Glück und nicht das Seinige. Was ihn so aussergewöhnlich für dieses Genre macht ist, dass er nicht zu den üblichen Machoanwandlungen neigt, sprich ständig irgendwelche Ausrasten kriegt und sich daran erfreut wenn seine Herzallerliebste doch ach so naiv und unschuldig ist. Eine Eigenschaft, welche Emily zudem gar nicht aufweist.

„Ich wurde für dich gemacht. Jeder Teil von mir! Und deine Lippen wurden dazu erschaffen, meine zu küssen, deine Augen dazu, mich jeden Morgen anzusehen, wenn du im Bett neben mir aufwachst.“ S.285 Gavin

„Das Gute will ich, und das Schlechte, und das dazwischen. Mit allem, was dazugehört. Wir können unglaublich zusammen sein.“ S.335 Gavin

Passender Weise ist Dillon von der ersten Seite an total unsympathisch. Es ist nur Schade, dass seine doch so offensichtlichen schlechten Eigenschaften, wie übermäßiger Besitzanspruch und Alkoholkonsum, welcher stets mit aggressiven Ausfällen gegenüber Emily endet, von eben dieser nur sehr langsam wahrgenommen werden. Vielmehr erhält man den Eindruck, dass diese jene negativen Charakterzüge absichtlich verdrängt. Fest steht jedenfalls: Es ist unmöglich Dillon zu mögen. Er ist vielmehr der Böse, den es zu bekämpfen gilt. Dadurch wird der Sympathieträger Gavin um so mehr empor gehoben.

Die Handlung im Gesamten ist, wie zu Beginn schon einmal erwähnt, sehr spannend und nervenaufreibend. Dabei wird sie zwar sehr emotional, aber triftet nie ins übertrieben kitschige ab. Zudem gibt es viele wunderbar integrierte Nebencharaktere, welche der Geschichte viele Facetten beifügen, und so das Gesamtgeschehen erweitern. Neben all den gefühlsbetonten Szenen, gibt es auch immer wieder Stellen, welche die Handlung durch ihre Situationskomik aufzulockern wissen.

Fazit:

Emily und Gavin haben das Potenzial zu einem legendären Liebespaar und ihrer Geschichte kann man sich einfach nicht entziehen. Zu spannend und mitreißend wird diese erzählt.

5 von 5

 

 

XOXO Puppette

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3 Gedanken zu “Rezension: „Collide – Unwiderstehlich“ von Gail McHugh

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