Rezension: „Flammenmädchen“ von Samantha Young

flammenmädchen

Titel: Flammenmädchen

Autor: Samantha Young

Verlag: Mira Taschenbuch

Genre: Fantasy, Jugendroman

Seiten: 368 Seiten

Preis: 10,99€ (Taschenbuch)

 

 

Klappentext:

Bislang war Aris größtes Problem die zerbrochene Beziehung zu Charlie, ihrem bestem Freund und ihrer heimlichen Liebe. Doch in der Nacht ihres 18. Geburtstags findet sie sich unvermutet in Mount Qaf wieder, dem Reich der Dschinn. Und nach dem, was sie dort über ihre wahre Herkunft erfährt, hat sie ganz andere Sorgen. Denn plötzlich steckt sie mitten im Machtkampf der Feuergeister. Bodyguard Jai soll sie beschützen. Aber vor wem? Und für wen? Kann Ari dem arroganten jungen Dschinn mit den faszinierenden grünen Augen wirklich trauen? Und warum ist Charlie auf einmal wieder so interessiert an ihr – und ihren neuen Kräften?

Rezension:

Dies ist mein erstes Buch von Samantha Young gewesen, von welcher man überall Lobeshymnen in der höchsten Tönen hört. Die Geschichte klang auch vom Klappentext her sehr spannend, konnte mich jedoch letztlich nicht überzeugen bzw. ließ meine Erwartungen enttäuscht zurück.

Das Buch handelt von der ,zu Beginn 17 jährigen Ari, welche grade in einer sehr schwierigen Lebensphase steckt. Sie ist kurz vor ihrem High-School Abschluss und all ihre Freunde reden nur noch von ihren zukünftigen Studiengängen. Ari jedoch ist sich ziemlich unsicher was sie denn eigentlich mit ihrem restlichem Leben anfangen möchte. Das Einzige was sie mit Sicherheit weiß, ist dass sie in ihren besten Freund Charlie verliebt ist. Welcher sich jedoch immer weiter von ihr zu entfernen scheint. Doch plötzlich sind all diese Dinge verhältnismäßig kleine Probleme. Denn Ari erfährt das sie eine weiblicher Dschinn ist und tief in die Machenschaften ihres machthungrigen Vaters verstrickt zu seien scheint. Um sie davor zu schützen wird ihr der junge Dschinn Jai als Beschützer zur Seite gestellt und schon bald gerät Aris bisherige Welt völlig aus den Fugen.

Ein Sachen, die mich schon nach wenigen Seiten unheimlich gestört hat, war der sehr einfache Schreibstil, fern von jeglicher stilistischen Tiefe. Dadurch konnte mich die Geschichte nicht wirklich für sich einnehmen. Dem sehr konträr gegenüber stehen, die wundervoll poetisch ausfallenden Kapitelüberschirften.

„Mein Name gehört mir nicht, aber ich wünschte, er wäre der deine.“ S. 247

Auch viel mir schnell auf, dass die Handlung häufig konstruiert wirkte und die einzelnen Handlungsübergänge nicht besonders flüssig von statten gingen. Eine Auffälligkeit die meinen Lesefluss immer wieder ins stocken geraten ließ.

Da der Schreibstil sehr platt daher kam, übertrug sich diese Eigenschaft schnell auf die handelnden Figuren. Grade mit Ari und ihrer Art konnte ich mich nur sehr schwer anfreunden. Genau wie Jai auch mehrmals erwähnt ist sie doch recht kindisch und teils hysterisch. Ihre Gedankenwege sind oft unlogisch und ändern ohne schlüssige Begründungen häufiger die Richtungen. Zu dem erschien mir ihr Interesse an Charlie eher wahnhafter, als tatsächlich romantischer Natur.

Gut dargestellt war dagegen Jai, dessen Gedanken durch kleiner Passagen, in welchen die Handlung aus seiner Perspektive erzählt wird, für den Leser nachvollziehbar dargelegt wurden.
Seine Person an sich erschien mir auch fassbarer und klarer beschrieben, als beispielsweise Ari. Seine Entscheidungen waren stets verständlich und folgten einer Gewissen Logik. Ausserdem waren die Dialoge zwischen ihm und Ari die Einzigen, welche wirklich humorvoll, aber auch ohne das Gefühl von Konstruktion, daher kamen.

Charlies teilweise grausame und egoistische Charakterzüge sind auf Grund von seiner Familiengeschichte sehr wohl verständlich. Jedoch ist sein sich plötzlich verändertes Verhalten Ari gegenüber, als sich herausstellt was diese tatsächlich ist und welche immensen Fähigkeiten sie besitzt, so offensichtlich nicht mit guten Absichten bestückt, dass dadurch eine große Menge an Spannung verloren ging.

Ein wirklich riesiges Problem war der Aufbau, dieser fiktiven Welt rund um die Dschinns und ihre verschiedene Arten. Denn meiner Meinung nach verbirgt sich hier ein Logikfehler, welcher die Rahmenhandlung zum Einsturz bringen müsste. Wer dieses Buch noch nicht gelesen hat sollte diesen Absatz überspringen, da zur weiteren Erläuterung ein Spoiler unvermeidlich ist. Es stellt sich heraus, dass Ari die Verkörperung des Schlüssels von Salomons sei und damit die Fähigkeit besitzt alle Dschinns zu befehligen. Eine Macht, welche ihr Vater auszunutzen gedenkt. Da schon bald klar ist, wie einfach es Ari eigentlich fällt ihre Gabe zu nutzen, ist es mir ein Rätsel wie ihr Vater sie gedenkt für seine Zwecke zu missbrauchen, bzw. wie alle Dschinnkönige gedenken dies zu tun. Da doch eigentlich offensichtlich ist, dass Ari sie alle mittels ihrer Macht unterjochen könnte.
Ab dem Punkt, wo klar wurde, dass die Autorin des Buches diesen Gedankenweg ganz ganz klar erkennbar nicht gegangen ist, wird die weitere Handlung unglaublich unlogisch und ich konnte das Lesen nicht mehr so recht genießen.

Fazit:

Leider ist dieses Buch eine herbe Enttäuschung, da es weder mit einem guten Schreibstil, noch mit einer spannenden Geschichte aufwarten kann. Zu dem sorgen etwaige Logikfehler für eine weitere Abschwächung des Lesegenusses.

2 von 5

 

 

 

XOXO Puppette

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4 Gedanken zu “Rezension: „Flammenmädchen“ von Samantha Young

  1. Pingback: Lesestatistik Dezember 2014 | Puppette Adora

  2. Pingback: Das Buchjahr in 30 Fragen 2014 | Puppette Adora

  3. Huhu,

    also ich fands jetzt auch nicht so geil ^^. Dein Spoiler hat mich auch gestört, aber ich dachte mir dann, dass sie dafür vielleicht nicht mächtig genug ist. Einfache Dschinn: ja, Könige: nein. Hoffe ich!
    Ansonsten fand ich die verschiedenen Gruppen eigentlich ganz cool und Jai sowieso. Hab ja auch weiter gelesen und werde hoffentlich bald zum dritten Band kommen. Allerdings auf Englisch, weil sie da nur so ~3€ kosten. Ari und Charlie haben mich auch tierisch genervt, aber Mister Macho war dann doch die antreibende Kraft beim Lesen 😉 Ich kann dir ja sagen, wie es ausgeht, viel verpassen wirst du sicherlich nicht.

    Schönen Advent ❤
    #Adipose1 Ende

    Gefällt 1 Person

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