Rezension: „Rush too far“ von Abbi Glines

rush too far

Titel: Rush too far – Erhofft #4

Autor: Abbi Glines

Verlag: Piper

Genre: New Adult

Seiten: 288 Seiten

Preis: 8,99€

 

 

Klappentext:

Jede Geschichte hat zwei Seiten … Rush Finlay weiß, dass er in der Hölle landen wird, als er Blaire zum ersten Mal sieht. Sie ist jung, unschuldig und seine Stiefschwester. Doch für den stadtbekannten Bad Boy ist sie vor allem eines: verboten verführerisch. Da sie ganz offensichtlich Hilfe braucht und ihr Vater gerade mit Rushs Mutter nach Paris verschwunden ist, nimmt Rush sie widerstrebend bei sich auf – und versucht, ihr möglichst aus dem Weg zu gehen. Doch sein Widerstand droht mit jedem Tag, den Blaire unter seinem Dach wohnt, zu schwinden …

Rezension:

Ich habe bis jetzt alle Bücher von Abbi Glines verschlungen und das obwohl ich die Handlung meist sehr klischeehaft und vorhersehbar finde. Auch der Schreibstil sagt mir nicht grade zu. Warum ich sie trotzdem alle gelesen habe? Keine Ahnung, irgend ein Teil von mir steht wohl einfach auf total schnulzige Geschichten :).

„Rush too far – Erhofft“ erzählt die Geschichte des ersten Buchs, rund um Rush und Blaire („Rush of Love – Verführt“) nochmals aus seiner Perspektive, da dieser Band, im Gegensatz zu allen Folgenden, allein aus Blaires Perspektive geschrieben ist. Wer nun aber denkt er könnte ja auch mit Rushs Perspektive in die Geschichte einsteigen, dem sei davon abzuraten. Denn die Autorin macht teilweise große Erzählsprünge, welche man nur zu einem Gesamtbild verbinden kann, wenn man die Geschichte schon im Ganzen kennt.

Rush lebt ein ziemliches Luxusleben mit viel Geld und vielen Frauen, dass ändert sich allerdings abrupt als seine Stiefschwester Blaire eines Abends vor der Tür steht. Ihre Mutter ist grade verstorben und ihr Vater hatte ihr angeboten für eine Weile zu ihm zu ziehen. „Zu ihm“ bedeutet aber letztlich nichts anders als in Rushs Haus, der das Lotterleben seiner Mutter und ihres neuen Mannes finanziert. Dieser hat sich auch mal wieder gänzlich der Verantwortung um seine Tochter entzogen und ist kurzerhand nach Europa geflogen. Nun steht es also Rush zu sich mit Blaire auseinander zu setzen. Doch so sehr er sich auch anstrengt auf Abstand zu bleiben, Blaire schafft es mit ihrer natürlichen Art, Rushs Gefühle bald ziemlich durcheinander zu wirbeln.

Zunächst einmal fand ich es sehr interessant die erste Begegnung mal aus Rushs Perspektive zu erleben, da er sich Blaire gegenüber gemein und abweisend verhält. Aber innerlich ziemlich zerrissen zu sein scheint, wie er mit der neuen Situation um zu gehen hat. Dieser Konflikt, von nach aussen hin demonstrierter Distanz und innerer Aufgebrachtheit, zieht sich letztlich durch das ganze Buch und macht einen Großteil dessen Spannung aus.

Vor allen da es dem Leser nun möglich ist Rushs Beweggründe besser zu verstehen und zuerkennen welchen inneren Kampf er wegen dem Beschützerinstinkt seiner Schwester Nan gegenüber und seiner aufkommenden Liebe für Blaire auszufechten hat. Dadurch verliert die Geschichte auch nichts an ihrer Emotionalität, welche durch ein mögliches Vorwissen um die Gesamthandlung hätte verloren gehen können. Ganz im Gegenteil sogar, dieses Vorwissen in Kombination mit Rushs Blickwinkel verstärkt die Dramatik der Handlung noch einmal ungemein.

Abbi Glines mag zwar wundervoll schnulzige Geschichte, welche so richtig auf die Tränendrüse drücken erschaffen können, jedoch mangelt es ihr an erzählerischem Talent. So gibt es viele Phrasen, die sich ständig wiederholen, sodass es manchmal schon recht lächerlich wirkt. Ausserdem sind ihre erotischen Szene doch immer recht ähnlich aufgebaut, womit das gewisse Prickeln öfters verloren geht.

An dieser Stelle möchte ich auch mal auf das anscheinend mangelnde Wissen der Protagonisten von Verhütungstechniken hinweisen. Immer wieder kommt die „Ich-zieh-ihn-vorher-raus-Technik“ in Abbi Glines Bücher zum Einsatz und immer wieder führt dies zu ungewollten Schwangerschaften. Dieser Teilaspekt von ihren Büchern verursacht mir jedes mal wieder Magenschmerzen, da er auch nicht besonders realistisch ist. Denn es ist anzunehmen, dass ein so oft Sex habender Charaktere wie Rush, sich mit den gängigen Verhütungsmethoden auskennt, sonst hätte er sicherlich schon seine eigene Fussballmannschaft gezeugt.

Fazit:

Wieder einmal eine Geschichte voller Dramatik und Herzschmerz, welche für Romantiker sicherlich ein kurzweiliges Lesevergnügen bereit hält.

4 von 5

 

 

XOXO Puppette

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