Der Film zum Sonntag: „Maleficent“ mit Angelina Jolie, Sam Riley und Ellen Fanning

maleficentTitel: Maleficent – Die dunkle Fee

Cast: Angelina Jolie, Ellen Fanning, Sam Riley, Brenton Thwaites, Sharlto Copley, Juno Temple

Erscheinungsdatum: Oktober 2014

Genre: Fantasy

Länge: 92 Minuten

Offizielle Seite: http://filme.disney.de/maleficent-die-dunkle-fee

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Trailer:

Rezension:

Nachdem ich den Trailer zu „Maleficent“ das Erstemal gesehen hatte, dachte ich nur: „Nein, den musste wirklich nicht im Kino schauen“. Jetzt im Nachhinein bereue ich diese Entscheidung. Denn trotz meiner großen Bedenken gegenüber dem Film, konnte er mich letztlich vollkommen verzaubern.

Es wird die Geschichte von Dornröschen erzählt, jedoch aus der Perspektive von Maleficent, der bösen Fee. Dabei wird schnell klar, das sich diese Erzählweise stark von der des bekannten Märchens unterscheidet. So ist Maleficent von Dornröschens Vater betrogen wurden und legt ihren soo berühmten Fluch über Dornröschen, aus Rache an ihrem ehemaligen Geliebten. Als Dornröschen schließlich zu einer jungen Frau heranwächst, entsteht nach und nach eine tiefe Freundschaft zwischen den  verschiedenen Frauen. Diese wird jedoch von Maleficents mächtigen Fluch überschattet, der sich selbst der Kontrolle seiner Erzeugerin zu entziehen scheint.

Meine großen Bedenken gegenüber dem Film rührten vor allen daher, dass mir Angelina Jolie (Salt, Tomb Raider) als Maleficent so gar nicht zu sagte. Im Trailer kam mir diese Besetzung ziemlich lächerlich und unpassend vor. Vor allen diese monströsen Wangenknochen waren sehr abschreckend. Aber Angelina konnte mich letztlich überraschen und überzeugen. Denn sie verkörpert eine ganz neue Art von „böser Fee“, welche sehr viel mehr tiefe und Vielschichtigkeit aufweist, als es im ursprünglichen Märchen der Fall ist.

Mir gefällt dieser Trend weg vom stereotypischen Gut und Böse, hinzu einer Erzählweise, welche mehr Grauzonen zulässt. Sei es nun der Dieb als Held, statt des Prinzen oder eben die böse Fee, welche mehr Herzensgüte aufweist als die königliche Familie.

Die Rolle des Diaval (der Rabe), gespielt von einem wie immer grandiosen Sam Riley (Brighton Rock, Das finstere Tal), war die perfekte Ergänzung zur kühlen und vom leben abgehärteten Maleficent. Er brachte eine gewisse Komik in die Handlung. Zudem war seine Neuinterpretierung als eins der klassischen Attribute von Maleficent sehr originell.

Neben diesen beiden charismatischen Charakteren sind die meisten anderen Figuren ziemlich untergegangen. Was zwar nicht all zu schlimm war, da die Beiden sehr wohl die Spannung des Films alleine tragen konnten. Aber dennoch wahr es schade das sowohl die Rolle des Dornröschens, als auch die des Prinzens, im Gegensatz zu Maleficent sehr am Ursprungsmärchen angelehnt geblieben sind. Durch diese einseitige Charakterisierung als gut, lieb und brav, hatten Ellen Fanning (Super 8, Wir kaufen einen Zoo) und Brenton Thwaites (The Giver – Hüter der Erinnerungen, Blue Lagoon: Rettungslos Verliebt) wenig Möglichkeiten ihren Figuren Leben einzuhauchen.

Eine dafür umso gelungenere Neudarstellung war die der drei guten Feen. Denn diese waren im großen und ganzen einfach nur unfähig, besonders was die Erziehung und Pflege von Kleindornröschen betraf. Nichts mit liebevollen großmütterlichen Feen, diese hier waren verantwortungslos und selbstverliebt. Dadurch kam es zu einer ungewöhnlichen und außergewöhnlichen Rollenverschiebung. Denn letztlich ist Maleficent selbst dazu gezwungen, die den guten Feen zugedachte Rolle in Dornröschens Leben, zu übernehmen.

Auch die visuellen Effekte des Films sind wundervoll anzusehen und zeigen eine großes Maß an Kreativität auf. Besonders die detailreichen Darstellungen von Maleficents Reich haben es mir angetan. Die Symbiose zwischen Natur und Fabelwesen erinnert stark an Umsetzungen, wie ich sie zu letzt in „Epic- Verborgenes Königreich“ und „Avatar“ gesehen habe.

Fazit:

„Maleficent“ ist eine aussergewöhnliche Neuerzählung des bekannten Märchens und räumt dabei mit den alten Vorstellungen von Gut und Böse auf.

4 von 5

 

 

XOXO Puppette

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Ein Gedanke zu “Der Film zum Sonntag: „Maleficent“ mit Angelina Jolie, Sam Riley und Ellen Fanning

  1. Schöne Rezi 🙂
    Ohhh, ja, der Film hatte mir auch gut gefallen. Vor allem Angelina Jolie als böse Fee, einfach großartig.
    Es ist und bleibt ein Märchen, was ein paar Leuten, die ich kenne, nicht besonders gefallen hat.
    Aber was erwarten die denn auch, wenn sie in einen Film gehen, der auf Dörnröschen beruht?!…
    Ich fands jedenfalls auch eine gelungene Neuverfilmung und stimmt, im Kino kam der besonders gut. 🙂

    Gefällt 1 Person

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