Der Film zum Sonntag: „Dhoom 3“

dhoom 3

Titel: Dhoom: 3

Cast: Aamir Khan, Abhishek Bachchan, Katarina Kaif, Uday Chopra

Erscheinungsdatum: Januar 2014

Genre: Bollywood

Länge: 165 Minuten

Offizielle Seite: http://www.dhoom3.net

 

 

Trailer:

 

Rezension:

Also ich oute mich jetzt mal. Ich bin ein Fan von Bollywood-Filmen. Dieser ganze Kitsch, die bunten Farben, das Singen und Tanzen sind einfach ideal für so einen richtig schönen Mädelsabend, so auch diesmal. Ich habe „Dhoom: 1″und „Dhoom: 2“ schon gesehen, wobei letzterer einer meiner Lieblings Bollywood-Filme ist. Aber man kann „Dhoom: 3“ auch gut schauen ohne die vorherigen Filme zu kennen.

„Dhoom: 3“ ist keine Liebesgeschichte, wie die meisten Bollywood-Filme, sondern eher ein Action-Film mit leicht romantischem Einschlag. Es geht um den Zirkusartisten Sahir, welcher sich an der Bank von Chicago rächen will und deren Filialen ausraubt. Das ruft das Ermittlerduo Jai Dixit und Ali auf den Plan, welche den örtlichen Behörden bei der Verhaftung des genialen Bankräubers helfen sollen. Darauf folgen rasante und bis an die Grenzen des Möglichen gehende Verfolgungsjagden. Ganz allmählich kommen sie Sahir’s Geheimnis seines Erfolges, sowohl als Artist als auch als Bankräuber, auf die Spur. Letztlich steht Jai vor der alles entscheidenden Frage: Wer ist in diesem Spiel tatsächlich der Böse und wer der Gute?

Wie die meisten Filme dieses Genres, geht auch dieser fast drei Stunden. Die vergehen aber wirklich wie im Fluge. Der erste Teil des Films ist sehr actiongeladen, eine Verfolgungsjagd reiht sich an die Nächste, gesprochen wird dabei kaum. Ich glaube Sahir sagt in den ersten 60 Minuten genau einen Satz. Das mag jetzt sehr langweilig klingen, aber die Kämpfe, die sich der Bankräuber mit der Polizei liefert, sind wirklich gut inszeniert und toll anzusehen.

Der zweite Teil des Films ist dann sehr viel emotionaler und die Handlung wird in eine ganz neue Richtung gelenkt, dabei ist wirklich nichts vorhersehbar. Ich schaue wirklich viele Filme und irgendwann hat man einfach schon so viele Sachen gesehen, welche nach bestimmten Mustern ablaufen, dass man diese in vielen Filmen recht schnell wiederfindet. Aber bei „Dhoom: 3“ war das einfach nicht möglich. Ständig gab es Szenen, die man so nie erwartet hat oder Wendungen bei denen man nur noch laut „OMG“ rufen konnte. Grade der zweite Teil des Films konnte mich sehr begeistern und in seinen Bann ziehen.

Die Bildgewalt und Choreografie vieler Szenen war auch sehr sehenswert. Besonders das Setting eines Zirkusses, innerhalb eines alten Theaters, war toll gewählt. Dadurch ergab sich auch die Möglichkeit für eine Vielzahl von toll gestalteten Kostümen.

Ungewöhnlich für einen Bollywood-Film war auf jeden Fall das Fehlen von Tanzeinlagen bzw. Liedern. Es gab zwar welche, vor allen in Zusammenhang mit den Zirkusauftritten, aber das waren insgesamt vielleicht drei Stück, was keine besonders große Zahl für solch einen Film ist. Das war zwar etwas ungewohnt, da man bei einem Bollywood-Film einfach viele Lieder (die meist aus dem Nichts kommen) erwartet, aber dafür hatten die Schauspieler viel mehr Zeit ihre Rollen richtig zu entfalten.

Was sie auch zu einem Höchstmaß getan haben. Besonders Aamir Khan („Fanaa – Im Sturm der Liebe“, „Bombay Diaries“) hat mich regelrecht umgehauen. Was er an schauspielerischer Vielfalt ablieferte ist wirklich sehr bewunderswert und ließ manch anderen Charaktere sehr blass aussehen. So zum Beispiel Jai Dixit, gespielt von der Ikone des indischen Filmbusiness Abhishek Bachchan („Der Weg einer Frau“, „Bis dass das Glück uns scheidet“). Jai war der kühle und distanzierte Polizist, wie schon in den vorherigen Dhoom-Filmen. Jedoch wirkte er neben einer einnehmenden Persönlichkeit, wie Sahir eher unsympathisch und war nicht richtig greifbar. Ähnlich verhält es sich mit seinem Partner Ali, gespielt von Uday Chopra („ Denn meine Liebe ist unsterblich“, „ Lebe und denke nicht an morgen“). Dieser kam mir wie der ewige Klassenclown vor, ohne dabei in irgendeiner Form eine tragende Rolle für die Handlung des Films zu spielen. Überrascht hat mich Tabrett Bethell, nicht unbedingt durch ihre Rolle der Viktoria, diese war einfache nur das hübsche Anhängsel. Viel mehr ihr Auftritt im Film als solches kam für mich unerwartet, da ich die Schauspielerin bisher nur in der Serie „Legend of the Seeker“ als Cara gesehen habe und mit einem Auftritt in einem indischem Film nicht gerechnet habe.

Fazit:

„Dhoom: 3“ ist ein Film voller unvorhersehbarer Wendungen und kann durch seine emotionale Inszenierungen jeden schnell in seinen Bann ziehen. Gerade wegen dem Fehlen von vielen Tanzeinlagen ist der Film auch gut für jene geeignet, die sich dem Genre Bollywood-Film erstmal annähern möchten.

4 von 5

 

 

XOXO Puppette

 

Advertisements

Ein Gedanke zu “Der Film zum Sonntag: „Dhoom 3“

  1. Pingback: Augenblicke: “Nur dir zu liebe”, “Waiting for Forever” und “Saving Mr. Banks” | Puppette Adora

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s